Kampf um JWM-Plätze

Am Wochenende kommt es zum ersten Saison-Höhepunkt für Lisa Gericke und Christian Ebert vom MSC. In Winterberg, Austragungsort der JWM im Januar, werden in nur einem Rennen bei den Frauen und Herren die jeweils drei Startplätze für die Titelkämpfe ausgefahren. Gericke ist bei Pilotin Sabrina Duljevic (Oberbärenburg) und Ebert bei Richard Oelsner (Oberbärenburg) am Start.(dh)

Magdeburg l Andreas Bredau ist zurück. Und zumindest ist der 31-Jährige schmerzfrei. Ein Muskelfaserriss hatte den Anschieber vom Mitteldeutschen Sportclub (MSC) kurz vor Saisonstart im November aus dem Bob geworfen. Aber am Sonntag beim dritten Weltcup der Saison in Königssee heißt es nach kurzem Genesungsprozess schon wieder: Start frei für Bredau.

Gerade der Start seines Teams um Pilot Nico Walther (Oberbärenburg) ist noch nicht auf dem Niveau, das sich der 25-Jährige an den Lenkseilen und seine Crew wünschen. MSC-Trainer Norman Dannhauer erklärte sich die zuletzt gezeigten Leistungen auch mit der Erkrankung von Christian Poser (SC Potsdam). Der 29-Jährige musste inzwischen mit Scharlach aus Königssee abreisen, um einer Ansteckungsgefahr vorzubeugen. Deshalb hat Bredau den Einsatzbefehl erhalten.

Walther, Poser, Marko Hübenbecker (MSC) und Philipp Wobeto (Potsdam) kamen beim dritten Rang im Vierer vergangenen Sonntag in Winterberg auf der Startrampe über 5,19 Sekunden nicht hinaus, was in beiden Wertungsläufen die Plätze 12 und 13 bedeutete. „Generell läuft es noch ein bisschen holprig“, meinte Dannhauer.

Konzentration auf den 23. Dezember

Schneller ist Francesco Friedrich derzeit unterwegs: Nicht nur, dass der Oberbärenburger bei den ersten beiden Weltcups jeweils einen Doppelsieg im Zweier und Vierer einfuhr, in Winterberg startete er mehr als eine Zehntel schneller als Walther. „Unsere Startzeiten sind noch nicht so, wie sie sein müssten“, bestätigte auch Bredau, dessen Fokus weiter auf dem 23. Dezember liegt: Dann werden im abschließenden Test die Anschieber des Bob- und Schlittenverbandes für die Weltmeisterschaft in Innsbruck-Igls (Österreich) im Februar ermittelt.

Dannhauer ist davon überzeugt, dass neben Bredau und Hübenbecker auch Kevin Korona (MSC) aus dem Schlitten von Maximilian Arndt (Oberhof) den Sprung zur WM schaffen wird. Der 27-Jährige hat sich harter Konkurrenz im Team zu erwehren: Kevin Kuske, Alexander Rödiger, Ben Heber und Martin Putze, der gerade wegen des Verletzungspechs der Friedrich-Anschieber beim Konkurrenten aushilft. „Kevin ist in einer starken Form, seine Chancen stehen sehr gut“, blickte Dannhauer voraus. Zumindest darf Korona am Wochenende in Königssee wieder an den Start, nachdem er in Winterberg pausiert hatte. „Das ist so abgesprochen. Im Arndt-Team soll jede Formation ausgefahren werden, um die richtige zu finden.“