Magdeburg/Halle l Die Tinte unter den Verträgen ist noch nicht trocken, die Vorbereitung auf den nächsten Kampf aber in vollem Gange. Selbst auf sein Gewicht achtet Dominic Bösel schon wieder – und dass, obwohl gerade in der Adventszeit doch die eine oder andere Leckerei lockt. „Mein Weihnachtsfest wird dieses Jahr wohl eher schmal ausfallen“, sagt Bösel. Am 23. Januar steigt der Halbschwergewichtler aus dem Magdeburger SES-Boxstall wieder in den Ring. In der neuen Erdgas Sportarena von Halle verteidigt der Halbschwergewichtler (bis 79,378 kg) seinen Gürtel als WBO-Intercontinental-Champions. Gegner: Noch offen.

Nach dem erfolgreichen Jahr 2015 könnte 2016 für den aus Freyburg/Unstrut stammenden Bösel noch erfolgreicher werden. Nummer eins der Weltrangliste der WBO ist er schon, möchte sich in diesem Jahr auch bei einem der anderen großen Verbände in Stellung bringen. WBA, WBC und IBF führen Bösel nicht in den Top 15. Schafft Bösel auch hier eine Top-Platzierung, dürfte der erhoffte WM-Kampf für den Schützling von Trainer Dirk Dzemski nur noch eine Frage der Zeit sein. „Bösel hat sich mit Fleiß und Können hochgekämpft. Dominic darf sich jetzt keinen Schnitzer erlauben, dann stehen ihm im nächsten Jahr viele Möglichkeiten offen. Es gibt viele interessante Optionen“, sagte Promoter Ulf Steinforth.

Im letzten Kampf im September gegen den Argentinier Maximiliano Jorge Gomez tat sich Bösel überraschend schwer, in Halle will sich der SES-Kämpfer wieder in Bestform präsentieren, zumal er sich auf große Unterstützung aus seiner Heimat freuen darf. „Ich habe hier lange gelebt und geboxt. Aus Freyburg kommen jetzt schon wahnsinnig viele Anfragen, und meine Fans werden die Erdgas Sportarena rocken – das ist ganz sicher“, sagte Bösel.