Von Florian Bortfeldt

Halberstadt. Vor einer Woche debütierte Oliver Kragl im Team des VfB Germania Halberstadt. Der Offensivallrounder wird auch morgen im Heimspiel der Vorharzer gegen Meppen (13.30 Uhr) zur Startelf gehören.

Kragl wurde in Wolfsburg ausgebildet: Vom TSV über den TV Jahn landete er beim Aushängeschild VfL, wo er acht Jahre aktiv war und in der Junioren-Bundesliga mitwirkte. 2009 wechselte der 21-Jährige zu Eintracht Braunschweig. "Ich war für die zweite Mannschaft vorgesehen und sollte mit zum Aufstieg in die Regionalliga beitragen", erinnert er sich. Die Reserve stieg einige Monate später auch auf, jedoch nicht mehr mit Kragl im Kader, denn der hatte sich in den ersten Begegnungen bereits für höhere Aufgaben angeboten und schaffte den Sprung in das Drittligateam. Hier absolvierte er 17 Spiele, neben Fait-Florian Banser, der im Januar in den Vorharz zurückkehrte.

So gut es für Kragl begann, die negative Seite des Fußballdaseins ließ nicht lange auf sich warten. Eine Meniskusverletzung stoppte seinen sportlichen Aufstieg. "Im Grunde ist man nach dieser Verletzung in vier Wochen wieder fit, bei mir dauerte es viel länger", blickt der Neu-Germane zurück. Sieben Monate quälte er sich mit geschwollenem Knie, die Reha schlug einfach nicht an.

Nach nur einer Partie in der letzten Saison und dem auslaufenden Vertrag stellte Banser den Kontakt zum VfB her. "Dadurch, dass hier mit Fait ein Freund spielt, hab ich das Geschehen regelmäßig im TV verfolgt", erzählt der 1,80 Meter große Fußballer hinsichtlich seines neuen Arbeitgebers. Für zwei Jahre wird Kragl im Vorharz spielen, seine Ziele beschreibt er so: "Obwohl diese Saison niemand absteigt, strebe ich mit dem Verein einen Nichtabstiegsplatz an. 2012/13 sollte Platz neun oder zehn das Ziel sein. Persönlich möchte ich mich weiterentwickeln, um irgendwann Bundesliga zu spielen."

Zum kursierenden Gerücht, dass Ex-FCM-Spieler Benjamin Schüssler ein möglicher Neuzugang sei, entgegnet Trainer Petersen: "Das entspricht zu 100 Prozent nicht der Realität." Am Mittwoch testete sein Team gegen die VDV-Kicker, in dessen Reihen Schüssler stand. "Von diesem Team hat sich keiner empfohlen", so Petersen.