Halberstadt. Der 27-jährige Holländer Marvin Wijks spielt ab sofort für Germania Halberstadt. In der letzten Saison gehörte der 1,65 Meter große Niederländer zum Stammpersonal beim 1. FC Magdeburg, wurde dann aussortiert. Beim Aufsteiger aus dem Vorharz soll er für Belebung im Mittelfeld sorgen.

Nachdem Wijks gestern zum Team stieß und erste private Dinge (Wohnung) erledigt worden, soll er heute zur ärztlichen Untersuchung. Trainer Petersen: "Er ist eine Bereicherung für uns."

Dass er gebraucht wird, hatte das Meppen-Spiel am Sonntag noch einmal gezeigt. Die Zielvorgabe, den ersten Saisondreier einzufahren, hatte Germania aufgrund der dürftigen Leistung in Halbzeit eins verpasst. Der nach 45 Minuten ausgewechselte Routinier Alexander Kopp analysierte es so: "Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, es einfach verpasst, Fußball zu spielen. Nur mit langen Bällen kommt man nicht zum Erfolg, außerdem sind wir in keinen Zweikampf gekommen."

Horst Rau, der der Germania seit Wochen verletzungsbedingt fehlt und letzte Woche am Fuß operiert wurde, machte bei seiner Elf "eine fehlende Aggressivität" in der ersten Hälfte aus. Mit Beginn der zweiten Halbzeit drückte auch Halberstadt dem Spiel seinen Stempel auf. Torschütze Timo Breitkopf: "Da hat man deutlich gesehen, dass wir fußballerisch mithalten können. Dennoch wird es langsam Zeit für die ersten drei Punkte."

Johann Lünemann, Trainer des SV Meppen, konnte am Ende mit dem Remis leben: "Der einzige Vorwurf, den ich meiner Mannschaft mache, ist der, dass sie nicht das 2:0 gemacht hat. Weil Germania in der zweiten Halbzeit aber besser war, geht das 1:1 in Ordnung."

Etwas Enttäuschung war dagegen bei der sportlichen Führung der Vorharzer zu vernehmen. Sportchef Wolfgang Mohr: "Wenn man die ersten 45 Minuten verschläft, muss man mit einem Punkt zufrieden sein. Drei Zähler waren das Ziel und gegen nicht übermächtige Meppener sicher auch möglich. Es war offensichtlich, dass es im Mittelfeld Defizite gab."

Mit Wijks könnte dieser Mangel jetzt behoben werden.