Berlin (dpa). Nach dem schweren Gang an das Grab von Robert Enke muss Joachim Löw wieder den Alltag planen. Der Fußball-Bundestrainer bastelt zusammen mit seinen Assistenten noch am Kader für das letzte Länderspiel der Nationalmannschaft 2010 am kommenden Mittwoch in Schweden. Eine Entscheidung hat Löw aber schon getroffen: "Die Mainzer André Schürrle und Lewis Holtby und die Dortmunder Mario Götze, Mats Hummels und Kevin Großkreutz sind auf jeden Fall dabei", sagte der 50-Jährige der "Bild"-Zeitung.

Der forsche Götze plauderte gleich eine weitere Personalie aus. "Ich freue mich natürlich riesig, auch für meine Mannschaftskollegen wie Marcel Schmelzer", sagte der BVB-"Senkrechtstarter" nach dem gestrigen Training in Dortmund . Damit verriet der 18-Jährige vor der offiziellen Nominierung, dass auch der Linksverteidiger erstmals eine Einladung für den A-Kader erhielt.

"Natürlich ist die Nationalmannschaft etwas ganz Großes. Dass ich dabei bin, ehrt mich", sagte Schmelzer, der schon am Dienstag von Löw persönlich am Telefon informiert worden war. "Er hat gesagt, dass wir in Dortmund sehr guten Fußball spielen und durchaus Erfolg haben und dass er sich das mal genauer ansehen will", erläuterte der 22-jährige gebürtige Magdeburger, der zunächst für Fortuna Magdeburg und später für den 1. FC Magdeburg aktiv war und 2005 nach Dortmund in die A-Jugend des BVB wechselte.

Hummels, der wie Großkreutz bereits beim WM-Test gegen Malta im Mai sein Debüt feierte, will sich auf längere Sicht in der DFB-Elf etablieren. "Es ist mein Ziel, mich langfristig in die Mannschaft zu bringen. Ich will versuchen, den Trainer zu überzeugen. Das ist mir in der Bundesliga ja schon gelungen. Jetzt hoffe ich, dass das gegen Schweden klappt, damit es nicht nur ein Gastspiel in der Nationalmannschaft bleibt", sagte Hummels dem Dortmunder Sender "Radio 91,2".