In der K.o.-Phase des Europapokals treffen die deutschen Teams auf machbare Gegner - mit einer Ausnahme: Leverkusen bekommt es in der Champions League mit dem FC Barcelona zu tun. Die Bayern sind dagegen wie die Europa-League-Starter Hannover und Schalke Favorit.

Nyon/München (dpa) l Bayer Leverkusen hat mit dem FC Barcelona in der Champions League das Achtelfinal-Hammerlos gezogen, die Bayern dürften sich vom FC Basel auf ihrem Weg ins Viertelfinale dagegen kaum aus der Bahn werfen lassen. Leverkusens Nationalspieler André Schürrle posaunte seine Freude schon Minuten später in die Welt hinaus. "Was für ein Hammer-Los. Leute, das wird einfach nur geil!!!", twitterte der Offensivmann euphorisch.

Bayer winken am 14. Februar vor heimischer Kulisse und am 7. März im Camp Nou zwei Spiele für die Ewigkeit. "Es ist ein Vorteil, dass wir erst zu Hause antreten", sagte Trainer Robin Dutt. "Als Spieler und Trainer wünscht man sich ein ganzes Fußballerleben, sich mit den Besten messen zu dürfen."

Dem Rekordmeister aus München blieb bei der Ziehung im schweizerischen Nyon der AC Mailand als schwerstes Los erspart, dank der Glücksfee Paul Breitner. "Die Mannschaft hat dieses große Ziel, ins Finale nach München zu kommen. Dann muss man beweisen, dass man das gegen den FC Basel schafft", sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Das Weiterkommen am 22. Februar beim Schweizer Meister und am 13. März in der Allianz Arena gilt als Pflicht.

Die Europa-League-Vertreter Hannover 96 und Schalke 04 bekamen ebenfalls machbare Gegner zugelost. Die Niedersachsen bekommen es mit dem vom früheren Bundesligacoach Christoph Daum trainierten FC Brügge zu tun, die Gelsenkirchener treffen in der Runde der letzten 32 Mannschaften auf Viktoria Pilsen.

Seit der 58-Jährige im November seinen Dienst beim 13-maligen belgischen Meister angetreten hat, geht es bergauf. "Unter ihm hat Club Brügge eine starke Serie gestartet: vier 1:0-Siege in der belgischen Meisterschaft und vier Punkte in der Europa League", betonte Hannovers Trainer Mirko Slomka.

Pilsen gilt als weitgehend unbeschriebenes Blatt. Der Dritte der tschechischen Liga sei für Schalke schlagbar, "von einem leichten Los kann man aber nicht sprechen", meinte Sportvorstand Horst Heldt.

Falls sich Hannover gegen Brügge durchsetzt, würde das Team im Achtelfinale gegen Wisla Krakau oder Standard Lüttich antreten.

Schalkes Gegner wäre in der Runde der letzten 16 Twente Enschede oder Steaua Bukarest.