Magdeburg l Mit dem ersten Rückrundenspiel bei Hertha BSC II schließt Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg morgen (13.30 Uhr, Jahnsportpark) das mehr als bescheidene Jahr 2011 ab. Danach schickt Trainer Ronny Thielemann seine Schützlinge bis zum 3. Januar 2012 in den Urlaub, gibt ihnen vorher allerdings noch ein spezielles Fitnessprogramm mit auf den Weg. "Wir sind", so der 38-Jährige, "schließlich keine Feierabend-Kombo."

Vorher aber soll das alte Jahr mit einem Auswärtssieg abgeschlossen werden. "Das ist absolut unser Ziel. Die Jungs sind dafür im Training noch einmal bis an ihre Leistungsgrenze gegangen. Wir haben hier keine vorweihnachtliche Stimmung einziehen lassen", betonte der Chefcoach.

Doch so sehr sich die Club-Kicker im Training auch reingekniet haben, der Ertrag fiel anschließend meistens spärlich aus. Zwar nicht so schlecht wie zu Hause (noch kein einziger Sieg), aber auch auswärts keinesfalls zufriedenstellend. Hinzu kommt, dass die Elbestädter in jüngster Vergangenheit gerade im Berliner Jahnsportpark oft alt aussahen.

Nach den heftigen Regenfällen gab es gestern im Übrigen noch keine Tendenz, ob die Partie überhaupt ausgetragen werden kann. In Magdeburg musste der Regionalligist gestern auf einen anderen Rasenplatz ausweichen, so mies waren die Bedingungen, bei denen man, so Thielemann schmunzelnd, "nicht einmal einen alten Hund vors Haus schicken würde".

Sollte das Match wie geplant stattfinden, muss der FCM vor allem beim, so Thielemann, "spielstarken Berliner Mittelfeld den Hebel ansetzen und den jungen Herthanern mit aggressivem Pressing" versuchen beizukommen. Der 38-Jährige hatte den morgigen Gegner am vergangenen Wochenende beim VfB Lübeck beobachtet. Was auch Thielemann ein wenig verwundert, ist die Tatsache, dass die Hertha-Bubis trotz ihres guten fünften Tabellenplatzes relativ wenig Tore, nämlich 16 in 17 Spielen, geschossen haben.

Ob es personelle Veränderungen geben wird, wollte Thielemann gestern noch nicht verraten, sondern erst das heutige Abschlusstraining abwarten. Er hat eigenen Angaben zufolge aber "das eine oder andere im Kopf".