Situation des FCM

Der FCM wartet als einziger Verein noch auf seinen ersten Heimsieg. In neun Partien musste der FCM dem Gegner viermal die Punkte überlassen, fünfmal reichte es zumindest zu einem Punktgewinn. Dabei erzielten die Magdeburger nur fünf Treffer.

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Es ist ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen: RB Leipzig, Holstein Kiel und der Hallesche FC liefern sich in der Fußball-Regionalliga Nord einen spannenden Kampf um die Tabellenspitze und damit um den ersehnten Aufstieg in die 3. Liga.

Leipzig/Kiel (MSPW) l Jeder der drei Vereine durfte bis zur Winterpause den Spitzenplatz schon besetzen. Der aktuelle Tabellenführer Leipzig rangierte an bisher sieben Spieltagen auf Rang eins, Kiel war viermal Erster und die Hallenser grüßten drei Runden von der Spitze. Über die Winterpause können sich die Leipziger dank 42 Punkten aus 18 Spielen über den "Platz an der Sonne" freuen. Die Verfolger aus Kiel (41) und Halle (39) sitzen den Sachsen aber ganz dicht im Nacken.

Die Regionalliga-Trainer wurden damit in ihrer Einschätzung bestätigt. Gleich 17 Trainer hatten im Vorfeld der Saison Leipzig zum Favoriten auf den Aufstieg erklärt, auch wenn RB-Trainer Peter Pacult selbst kein konkretes Ziel für die laufende Spielzeit formulieren wollte. "Wir haben bei RB Leipzig ein langfristiges Ziel vor Augen, das wir mit großem Engagement und Ausdauer erreichen wollen", war Leipzigs neuer Coach eher vorsichtig.

Die personelle Besetzung des finanzstarken Clubs ließen und lassen jedoch auf eine ambitionierte Zielsetzung schließen. Zahlreiche RB-Kicker wie etwa Torhüter Pascal Borel, Christian Müller, Tim Sebastian, Pekka Lagerblom, Timo Rost, Tom Geißler oder Timo Röttger bringen bereits Profi-Erfahrung mit, die sich im Aufstiegsrennen auszahlen soll.

Holstein Kiel und HFC - äußerst hartnäckige Konkurrenten

Holstein Kiel und der HFC entpuppen sich jedoch als äußerst hartnäckige Konkurrenten für die "Roten Bullen". Bemerkenswert: Die beiden Verfolger trafen in dieser Saison bereits zweimal aufeinander, werden sich also nicht mehr gegenseitig Punkte abnehmen. Denn der erste Spieltag der Rückrunde wurde bereits ausgetragen. Dabei trennten sich Kiel und Halle 0:0. Das Hinspiel hatte Halle 1:0 gewonnen.

Zum Zünglein an der Waage könnten deshalb die direkten Duelle von Kiel und Halle mit Leipzig werden. Dabei haben sowohl die Kieler "Störche" am 30. Spieltag als auch der HFC zum Saisonabschluss jeweils Heimrecht gegen den aktuellen Spitzenreiter. Kiel hatte in Leipzig 1:2 verloren, Halle jedoch 1:0 gewonnen.

Neuling Berliner AK als Überraschungs-Mannschaft

Eine der Überraschungs-Mannschaften dieser Saison ist Aufsteiger Berliner AK. Das Team von Trainer Jens Härtel überwintert mit 25 Punkten auf dem fünften Tabellenrang. Die Hauptstädter erwischten zwar alles andere als einen guten Start und verloren ihre ersten vier Spiele in der neuen Liga. Jedoch waren die Anlaufprobleme auch auf das große Verletzungspech zu Beginn der Saison zurückzuführen. Nachdem einige Leistungsträger zurückgekehrt waren, begann die Härtel-Elf dann auch zu punkten.

Genauso eng wie an der Spitze geht es auch im unteren Tabellendrittel zu. Den letzten Platz belegt Energie Cottbus II mit 14 Punkten. Davor rangieren mit dem 1. FC Magdeburg, dem VfB Lübeck und dem Aufsteiger SV Meppen gleich drei Vereine mit je 17 Zählern. Von Rang fünf trennen dieses Trio allerdings gerade einmal acht Punkte.

Kiel und Halle im eigenen Stadion beinahe makellos

Eine Macht vor eigenem Publikum ist Holstein Kiel. Die "Störche" sammelten aus zehn Heimspielen beachtliche 28 Punkte, erzielten 34 Tore, mussten sich nur gegen den Aufstiegs-Konkurrenten aus Halle mit einem Remis (0:0) zufriedengeben. Außerdem stellten die Kieler ihre Heimstärke auch im DFB-Pokal eindrucksvoll unter Beweis, dort haben sie das Viertelfinale gegen Borussia Dortmund erreicht.

Ähnlich stark sind aber auch die Hallenser in ihrem neuen Stadion, das erst im September 2011 fertiggestellt worden war. Auch der HFC gewann mit nur einer Ausnahme (0:0 gegen den VfB Lübeck) sämtliche Heimpartien. Allerdings absolvierte der HFC erst acht Spiele daheim.

Optimale Bilanz: Acht Siege in acht Auswärtsspielen

Sogar eine optimale Bilanz kann Tabellenführer RB Leipzig bei Spielen in fremden Stadien vorweisen. Acht Partien, acht Siege, 20:4 Tore. So lautet die eindrucksvolle Statistik des Aufstiegsfavoriten. Gern gesehene Gäste sind dagegen die Spieler des ZFC Meuselwitz. Die Mannschaft von ZFC-Trainer Holm Pinder fühlt sich in anderen Stadien nicht so wohl. Bei den bisherigen acht Auswärtsauftritten gelangen nur ein Sieg und ein Remis.

Insgesamt fielen in 157 Partien 451 Tore, was einem Schnitt von 2,87 Treffern pro Spiel entspricht. Zum Vergleich: In der gesamten Saison 2010/2011 fielen 2,89 Treffer pro Spiel. Deutlich über dem Durchschnitt lag die Partie des ZFC Meuselwitz gegen Hannover 96 II. Das 5:4 war die torreichste Begegnung der aktuellen Runde. Auch in der Rubrik "Höchster Sieg" ist der ZFC Meuselwitz vertreten. Allerdings war der ZFC dabei die unterlegene Mannschaft. Die Thüringer verloren gleich am ersten Spieltag 1:7 beim Hamburger SV II.

Daniel Frahn auf dem Weg zu seiner zweiten Torjäger-Krone

Daniel Frahn von Tabellenführer RB Leipzig grüßt derzeit mit 15 Treffern von der Spitze der Torjäger-Wertung. Er ist damit auf dem besten Wege, sich zum zweiten Mal nach 2010 die Krone des besten Schützen in der Regionalliga Nord aufzusetzen.

Aktuell hat Frahn bereits sechs Tore Vorsprung auf seine Verfolger Deniz Kadah (VfB Lübeck) sowie Marc Heider und Jaroslaw Lindner (beide Holstein Kiel). Alle trafen je neunmal ins gegnerische Gehäuse. Das erfolgreichste Sturm-Duo bildet Daniel Frahn zusammen mit seinem Leipziger Sturmpartner Stefan Kutschke. Kutschke traf achtmal und kommt so mit Frahn zusammen auf 23 Tore, was über 50 Prozent der Leipziger Tore (40) entspricht.

RB Leipzig auch bei den Zuschauerzahlen ganz vorn

Die guten Leistungen von Frahn Co. werden auch vom Leipziger Publikum honoriert. Nachdem die "RasenBallsportler" in der vergangenen Spielzeit "nur" einen Zuschauerschnitt von 4 276 Besuchern verzeichneten, kommen in dieser Saison bisher im Schnitt 8 641 Fans. Den Titel als Zuschauer-Primus musste damit der 1. FC Magdeburg an Leipzig abgeben. Nun rangiert der FCM mit durchschnittlich 4 968 Zuschauern auf Platz zwei der Regionalliga Nord.

Zwölf "Dauerbrenner" verpassten bislang keine Minute auf dem Platz. Mit Darko Horvat, Sören Eismann, Marco Hartmann, Steven Ruprecht stellt der Hallescher FC dabei allein vier. Aber auch Christian Beck, Sebastian Kischel (beide Germania Halberstadt), Fabian Franke, Umut Kocin (beide RB Leipzig), Patrick Herrmann, Morten Jensen (beide Holstein Kiel), Niklas Brandt (Berliner AK) und Robin Knoche (VfL Wolfsburg II) kamen auf 100 Prozent Einsatzzeit. Damit sind nur drei Torhüter (Kischel, Horvat, Jensen) vertreten.

Andreas Bergmann, zu Saisonbeginn noch Trainer der Reserve von Hannover 96, bat um die Auflösung seines Vertrages, um ein Angebot des VfL Bochum anzunehmen. Für Bergmann, der von August 2009 bis Januar 2010 auch die Profis der Hannoveraner betreut hatte, war es die Chance auf die Rückkehr ins Profigeschäft. Übergangsweise waren seine bisherigen Co-Trainer Jürgen Willmann und Lazar Djurdjevic für den Hannoveraner Nachwuchs verantwortlich. Ende November übernahm dann Valérien Ismaël das Traineramt. Willmann und Djurdjevic sind jetzt seine Assistenten.

Beim Hamburger SV II vertrat Soner Uysal gut vier Wochen den zwischenzeitlich zu den Bundesliga-Profis aufgerückten Rodolfo Cardoso, nachdem sich der HSV zuvor von Cheftrainer Michael Oenning getrennt hatte. Als Oenning-Nachfolger stellten die Hamburger Thorsten Fink vor, und Cardoso kehrte daraufhin auf seinen alten Posten bei der U 23 zurück.