Motorsport

Dominique Schaak: „Endlich wieder aufs Podest“

Dominque Schaak hat die GT-Race-Serie auf dem achten Platz beendet. Der Blick des Magdeburger Rennfahrers richtet sich allerdings längst auf die neue Saison, in der er sich mehr Testtage und einen Podestplatz wünscht.

Von Daniel Hübner 23.09.2021, 12:34
Dominique Schaak wird in den nächsten Monaten viele Gespräche führen: mit Sponsoren, mit seinem Team. Danach wird er wissen, in welchem Auto er in welcher Serie fährt.
Dominique Schaak wird in den nächsten Monaten viele Gespräche führen: mit Sponsoren, mit seinem Team. Danach wird er wissen, in welchem Auto er in welcher Serie fährt. Foto: Patrick Meischner

Magdeburg - Fußballer können alle möglichen Gründe finden für einen versprungenen Ball. Mal lag es am Rasen, mal am Schuhwerk, mal hat sich während des Landeanfluges des runden Leders plötzlich der Wind gedreht, weshalb die genaue Position des Fußes für die optimale Annahme unmöglich zu berechnen war. Mit solchen Ausreden kann Dominique Schaak nicht dienen. Er kann nur über das eigene Gefühl und über die eigenen Fehler referieren. Wie im Rückblick auf seine ersten Auftritte in der nun abgelaufenen Saison im GT Race. Als der Magdeburger zunächst in der Arena Oschersleben nach einer fulminanten Aufholjagd von der letzten Startreihe auf Rang vier seinen Audi R8 ins Kiesbett steuerte. Und als er sich danach in Assen „das ganze Wochenende nicht gut gefühlt hatte und mit dem Speed nicht zufrieden war“, erinnerte sich der 31-Jährige, der die GT4-Gesamtwertung nach dem Rennen zuletzt auf dem Hockenheimring sowohl im GT Race als auch in der Meisterschaft „Goodyear 60“ auf Rang acht abgeschlossen hat. „Das sind zwei solide Ergebnisse“, erklärt Dominique Schaak.

Fehler im Motorsport haben allerdings auch immer Gründe. Und eine der Hauptursachen für den holprigen Start in die GT-Race-Serie nach seinem wirtschaftlich bedingten Wechsel aus der DTM Trophy war ganz sicher der Mangel an Vorbereitungszeit. „Ich hatte nur einen Testtag vor dem ersten Rennen, deshalb bin ich eigentlich noch mit Winterrost in diese Saison gestartet.“ Immerhin hatte Schaak in den acht Monaten vor der ersten grünen Ampel im Juni in Ochersleben aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr im Cockpit gesessen. So wurde es für ihn eine Serie mit positiven Aha-Momenten wie in Hockenheim, als er die drittschnellste Runde aller GT4-Starter vorlegte, aber eben auch mit Rückschlägen. Dennoch hat er seinen Wechsel aus dem DTM-Rahmenprogramm ins GT Race nicht bereut. „Es war in der Corona-Zeit die beste Lösung“, betonte Dominique Schaak. „Das GT Race hat ein gutes Niveau und ist eine gute Plattform, um sich zu zeigen.“

In den nächsten Monaten wird sich nun klären, wo sich Schaak 2022 zeigen wird. Denkbar sind der erneute Start im GT Race, bei der GT4-Europameisterschaft oder beim ADAC GT4 Germany. „Ich würde mich über einen Start in allen Serien freuen“, blickt der 1,74 Meter große Rennfahrer voraus. Dazu wird es zunächst Gespräche geben mit seinem Racing-One-Team und mit seinen Sponsoren. Und es stellt sich außerdem die Frage, ob er künftig wieder den Audi R8 oder doch einen Aston Martin über den Asphalt der jeweiligen Motorsport-Arenen pilotieren wird.

Es gibt also noch einiges zu klären für Dominique Schaak. Was allerdings bereits in Planung ist, ist die Vorbereitung auf die neue Serie. Im Winter soll es nach Spanien gehen zum Testen, um den Winterrost noch vor dem Start der nächsten Rennen abzuschütteln. Und in diesen, sagt Schaak, „möchte ich endlich mal wieder auf das Podest fahren“. Der Sprung aufs Podium ist ihm zuletzt 2019 gelungen – bei der National En-durance Series des Deutschen Motorsportverbandes.