Kanu

Felix Gebhardt vom SC Magdeburg belohnt sich

Felix Gebhardt hat beim zweiten Weltcup seiner Karriere einen zweiten Platz belegt. Der Canadier-Fahrer vom SC Magdeburg musste sich nur einem Olympia-Boot geschlagen geben.

Von Daniel Hübner 26.05.2021, 22:23 • Aktualisiert: 27.05.2021, 18:44
Felix Gebhardt.
Felix Gebhardt. Foto: Ute Freise

Barnaul/Magdeburg - Eine nervenaufreibende Anreise, ein volles Wettkampf-Programm, ein müder Felix Gebhardt nach seinem letzten Rennen – aber auch ein ziemlich glücklicher. Der Canadier-Fahrer vom SC Magdeburg ist beim zweiten Weltcup seiner Karriere auf den zweiten Platz gefahren im C2 über die olympischen 1000 Meter. Gemeinsam mit Peter Kretschmer musste sich der 24-Jährige am vergangenen Sonntag in Barnaul (Russland) nur dem Boot aus Kuba geschlagen geben. Nicht irgendwelchen Gegnern übrigens: Serguey Torres und Fernando Dayan Jorge haben sich für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) qualifiziert. Und nicht vor leeren Sitzen, sondern „vor einer rappelvollen Tribüne“, berichtete Gebhardt. So geht Corona-Pandemie in Russland.

Das Resultat hatte noch zwei Tage später seine Spuren hinterlassen. Vor allem emotionale. „Endlich bin ich für meine harte Arbeit, die Zeit und Geduld belohnt worden“, so Gebhardt. „Ich bin mit meinem Ergebnis topzufrieden.“

Dabei hatten Gebhardt und Kretschmer, der in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Yul Oeltze vom SCM zu zwei Weltmeister-Titeln in dieser Disziplin gefahren war, nur wenig Zeit, ihr Rennen vorzubereiten. „Wir haben eine Woche lang in Leipzig gemeinsam trainiert, um uns für den Weltcup einzufahren“, berichtete Gebhardt, der zudem im Einer gestartet war, dort aber im Semifinale über 1000 Meter mit Rang sechs die Segel vorzeitig streichen musste.

Nächste Ausfahrt Duisburg

Am Montag startete er seine Rückreise in die Heimat und zu den nächsten Aufgaben. Sie war nicht ganz so erschwerend wie die Hinreise, die ihn über 22 Stunden von Magdeburg über Berlin, Amsterdam, Szeged, Budapest nach Russland geführt hatte. Diesmal standen die Athleten des Deutschen Kanuverbandes (DKV) am einzigen Schalter des „Flughäfchens“ ins Barnaul drei Stunden an, ehe sie die Maschine über Moskau nach Berlin brachte und Gebhardt Freundin Lena und Söhnchen Albert letztlich wieder in die Arme nehmen durfte. Doch schon nächste Woche geht es für ihn weiter bei den deutschen Meisterschaften im Rahmen der „Finals 2021“, wo über eigentümliche Sprintdistanzen wie die 160 Meter in Duisburg die Medaillengewinner ermittelt werden.

Aber darauf liegt nicht sein Fokus – der liegt auf der Elite-WM im kommenden September in Kopenhagen (Dänemark). Seinen Start sieht der DKV jedenfalls vor. „Und wenn nicht in einer olympischen, dann eben in einer nichtolympischen Disziplin“, sagte Gebhardt. Allein die Teilnahme ist ebenfalls ein Lohn.