Magdeburg l Der fünfte Renntag im idyllischen Herrenkrug (Einlass ab 12 Uhr, Beginn um 14 Uhr) in Magdeburg ist deklariert als Familien-Event und verspricht Groß und Klein wieder jede Menge Abwechslung.

Im Mittelpunkt stehen aber natürlich die Vierbeiner. 62 Pferde starten in sieben Rennen und galoppieren eine Gesamtprämie von 28.100 Euro aus. Nur das Auftaktrennen für vierjährige und sieglose Tiere ist mit fünf Pferden eher schwach besetzt, bei den übrigen die Startbox dagegen fast voll.

Bekannte Jockey am Start

Da die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt Alleinausrichter ist, dürfen sich die Zuschauer wieder auf namhafte Jockeys freuen – allen voran der inzwischen 44 Jahre alte Publikumsliebling Eduardo „Eddie“ Pedroza. Aber der gebürtige Panamese trifft in Jozef Bojko, Maxim Pecheur, Rene Piechulek, Filip Minarik oder aber natürlich auch Lokalmatador Marc Timpelan auf harte Konkurrenz.

Wie viele Zuschauer sich am Sonnabend auf den Weg machen, können die Verantwortlichen nur schwer einschätzen. „Man darf nicht vergessen, dass der Veranstaltungs-Terminkalender am Wochenende in Magdeburg wieder voll ist“, warnte der technische Leiter Jens Hitzeroth vor zu großen Erwartungen.

Hauptattraktion ist das von Sponsor SWM (Städtische Werke Magdeburg) unterstützte fünfte Rennen, ein Ausgleich III über 2050 Meter und dotiert mit 6000 Euro. Gerade Timpelan wird als Besitzer, Trainer und Reiter seines Bahnspezialisten „Torqueville“, noch dazu in seinem „Wohnzimmer“, alles daransetzen, ganz vorne mitzumischen.

Dürre machte Renn-Verein zu schaffen

Vereins-Präsident Heinz Baltus ist jedenfalls voller Vorfreude auf den September-Renntag: „Ich denke, wir werden erneut in der Lage sein, eine hohe Qualität zu bieten. So, wie es unsere Besucher gewohnt sind. Und das Wetter dürfte bei Sonne und 22 Grad ebenfalls mitspielen.“

Apropos Wetter: Der fehlende Niederschlag in den letzten Wochen und Monaten bereitete insofern Probleme, weil es eines hohen Aufwands bedurfte, die Bahn nicht zu hart werden zu lassen. „Wir haben einige Klimmzüge unternommen“, betonte Baltus.

Das alles führt aber zwangsläufig dazu, dass der Verein immer tiefer in die Tasche greifen muss. Baltus mit ernster Miene: „Speziell die Personalkosten sind aufgrund der Sozialabgaben, Steuern und des Mindestlohns exorbitant gestiegen. Mittlerweile ist es so, dass uns ein Renntag, an dem immer mindestens 70 Personen beschäftigt sind, rund 20.000 Euro kostet.“

Und das sind die Volksstimme-Tipps:

Einlauf

  • Rennen I: Elfenkönig – Reine des MiraEcles – Oriana
  • Rennen II: Majestic Colt – Wasilios – Zilla
  • Rennen III: Turfglocke – Rateel – Amparo
  • Rennen IV: Purple Rose – New Order – Aloha Primavera
  • Rennen V: Torqueville – Strato – Cioccoholic
  • Rennen VI: Jantar – Tshirina – Wheredreamsare
  • Rennen VII: Sealand – Antares – Dantos