Magdeburg l Ein WM-Lauf der Amateurreiterinnen und ein Oldie standen im Mittelpunkt des traditionellen gemischten Himmelfahrt-Renntags des Magdeburger Renn-Vereins.

Bei den aus Belgien, Frankreich, Schweden, Ungarn, Großbritannien, Norwegen, Tschechien und den USA angereisten jungen Damen setzte sich gestern im WM-Lauf die Engländerin Antonia Peck durch und feierte ihren ersten Sieg im Galopper-Wettbewerb um die sogenannte „Longines Fegentri World Championship for Lady Rider“. 5000 der insgesamt ausgelobten 9000 Euro gab es für die Gewinnerin.

Noch größer war allerdings der Jubel um einen „Altmeister“. Der Brite Kevin „Woody“ Woodburn startete das erste Mal in Magdeburg und holte für den Stall der Hallenserin Angelika Glodde bei seinen fünf Starts drei erste Plätze.

Damit feierte der mittlerweile 61-Jährige seine Siege Nummer 1505, 1506 und 1507. Seine größten Erfolge waren die Triumphe beim Deutschen Derby 1989 und 1995. Nachdem er 2002 seine aktive Laufbahn beendete und in den Trainerjob einstieg, ist er nun als Amateur in den Rennsattel zurückgekehrt.

„Eigentlich wollte ich nach dieser Saison aufhören, aber meine Freundin hat etwas dagegen. Nun werde ich wohl erstmal weitermachen. Fit genug fühle ich mich auf jeden Fall“, schmunzelte Woodburn, für den sich der weite Trip vom Ammersee an die Elbe absolut gelohnt hatte. Am Ende sackte er bei einem Gewinnspiel auch noch einen 500-Euro-Reisegutschein ein.

Und warum war er bislang nie in Magdeburg? „Die bedeutenden Rennen, wo man als Profi gutes Geld verdienen konnte, fanden woanders statt“, so der Brite, der nicht ausschließt, noch einmal im Herrenkrug zu starten: „Eine tolle Anlage und so viele Leute, vor allem Frauen“, schwärmte „Woody“, der jedoch auch Selbstkritik übte: „Es ist zwar immer schwer, wenn man ein Pferd nicht kennt, aber das eine Rennen habe ich selber verbockt und Fehler gemacht.“

Und die Traber? Genossen bei ihren vier Starts das Bad in der Menge und sorgten für echte Spannung. So musste mehrfach das Zielfoto entscheiden. Allerdings war es in diesem Jahr der einzige Auftritt der Traber. „Sehr, sehr schade“, befand Präsident Heinz Baltus, der angesichts der 6500 Zuschauer und eines reibungslosen, fünfstündigen Verlaufs aber von einem „perfekten Renntag“ sprach.

Umsatz

Der Gesamtumsatz lag bei 150 921,37 Euro, davon 95 294,75 Euro auf der Bahn (63 %) und 55 626,62 Euro von außen (37 %).

 

Ergebnisse:

I (Trab): Nemo - Ixpress - Jan Hazelaar; Sieg 214; Platz 44-43-88; Zweierwette (ZW) 1822

II (Galopp): Humita - Fulmine Luna - Laytown; Sieg 32; Platz 22-53; ZW 964; Dreierwette (DW) 2258

III (Trab): Adonis CG - Gobelin - Breitling; Sieg 30; Platz 17-28-30; ZW 177; DW 5782

IV (Galopp): Compulsive/Jamie‘s Venture - Bad Dog; Sieg 91/31; Platz 34-17-14; ZW 570/331; DW 1124/1124

V (Galopp): Hellomoto - Palmetto Bay - Arabien Dreamer; Sieg 83; Platz 27-18-16; ZW 161; DW 972

VI (Galopp): Kastello - Miss Manja - Porcupine Creek; Sieg 50; Platz 20-34-27; ZW 566, DW 1908

VII (Trab): Nemo - Ixpress - Ivo/Ete d‘Ourville; Sieg 86; Platz 22-23-33; ZW 105/369; DW 1305/1405

VIII (Galopp): Nero de Avolo - Koonari - Scouting for Girls; Sieg 316; Platz 74-24-45; ZW 7492; DW 41 982

IX (Trab): Gobelin - Expensive Dust - Breitling/Red Romulus; Sieg 46; Platz 24-58-33; ZW 838; DW 1558

X (Galopp): Lara - Shamrock Emma - Awjab; Sieg 45; Platz 21-16; ZW 92; DW 619

XI (Galopp): Vertical Rhythm - Kiyana - Summy Way; Sieg 60; Platz 17-12-26; ZW 79; DW 652