Szeged/Magdeburg l Der Wahnsinn kam diesmal aus China. Und Liu Hao erklärte nach dem Rennen entsprechend: "Deutschland, Kuba und Brasilien sind so stark, deshalb sind wir glücklich." Mit Wang Hao bestätigte er auch im Finale der Kanu-Weltmeisterschaften in Szeged (Ungarn) die Ergebnisse in allen Rennen zuvor im Canadier-Zweier. Die Chinesen waren immer die Schnellsten über die 1000 Meter lange Distanz. Oder wie Yul Oeltze vom SC Magdeburg noch am späten Freitagabend nach den Habfinals erklärte: "Die Zeiten sind abnormal."

Das war die Zeit im Endlauf am Sonnabend nicht, was wiederum den Bedingungen geschuldet war: Liu/Wang siegten in 3:40,55 Minuten und mit 0,91 Sekunden vor Kuba, satten 3,79 Sekunden vor Brasilien und sogar 4,62 Sekunden vor dem 25-jährigen Oeltze und seinem Partner Peter Kretschmer aus Leipzig, die damit nicht nur ihren dritten WM-Titel in Serie verpassten, sondern eben auch an der Siegerehrung nicht teilnehmen durften.

Jasmin Fritz hat indes ihre zweite WM auf dem zehnten Platz beendet. Die 23-Jährige vom SCM gewann mit Steffi Kriegerstein das B-Finale im Kajak-Zweier über 500 Meter in 1:44,01 Sekunden und mit sechs Hundertstel vor dem Duo aus Russland.