Montemor-o-Velho/Magdeburg l Yul Oeltze ist mit Ruhepuls in die Kanu-Weltmeisterschaften gestartet. Dem 24-Jährige vom SC Magdeburg reichte mit Peter Kretschmer (Leipzig) im Canadier-Zweier über 1000 Meter am Donnerstagvormittag ein sechster und vorletzter Platz im Vorlauf zum Einzug ins Halbfinale, das sie am Freitag (10.44 Uhr) auf Bahn eins bestreiten. Der Endlauf wird am gleichen Tag um 16.34 Uhr gestartet.

Oeltze/Kretschmer hatten auf die Vorlaufsieger Daniele Santini/Luca Incollingo (Itaien/3:38,627 Minuten) einen Rückstand von 39,077 Sekunden. Lediglich am Start zog das Boot des Deutschen Kanuverbandes (DKV) kurz an, übernahm nach wenigen Metern eine deutliche Führung, um sich dann den Kampf um den Sieg, der direkt für den Endlauf qualifizierte, aus einer entspannten Position anzuschauen. So haben sich beide Bahn einsin der Vorschlussrunde gesichert, die windgünstigere Bahn also: "Alles Taktik", meinte Oeltze deshalb lächelnd.

Entspannt fuhr auch Nina Krankemann in die nächste Runde. Die 23-Jährige belegte in ihrem Vorlauf im K1 über 500 Meter den vierten Platz und zog problemlos ins Halbfinale am Freitag (18.47 Uhr) ein. Das Rennen gewann Olympiasiegerin Danuta Kozák (Ungarn/1:51,529 Minuten), Krankemann folgte mit 3,85 Sekunden Rückstand. "Ihre Leistung war im Bereich der Erwartungen", sagte SCM-Trainer Detlef Hummelt.

Am Nachmittag glänzte Krankemann mit einem famosen Vorlaufsieg: Über die 1000 Meter zeigte die Europameisterin einen starken Auftritt, gewann in 4:11,714 Minuten und zog damit direkt ins Finale am Freitag (16.54 Uhr) ein.

Entspannt wirkte Jasmin Fritz, nachdem sie ihr Boot mit Steffi Kriegerstein (Dresden) am Steg angelegt hatte. Beide gewannen ihren Vorlauf im K2 über 500 Meter und fuhren damit direkt ins Finale am Sonnabend (14.04 Uhr). Mit 1:41,448 Minuten behielten die 22-jährige Fritz und Kriegerstein die Oberhand. Es war die drittschnellste Zeit im Feld der 17 Boote. Fritz: "Es lief wirklich gut. Und wir sind froh, dass wir uns den Zwischenlauf sparen konnten."

Nach den beiden Frauen fuhr zum Abschluss des ersten Tages auch ein Mann aus Magdeburg in den Endlauf: Michael Müller (25) belegte im C4 über 500 Meter mit Conrad-Robin Scheibner, Moritz Adam und Jan Vandrey den dritten Platz in 1:40,897 Minuten und qualifizierte sich damit für das Finale am Sonnabend (14.18 Uhr).