Sommerspiele in Tokio

Köhler im Finale, Gose im Halbfinale

Isabel Gose vom SC Magdeburg ist wenige Stunden nach ihrem sechsten Platz über 400 Meter Freistil ins Halbfinale über die halbe Distanz gekrault. Sarah Köhler zog indes in den Endlauf über 1500 Meter ein.

Von Daniel Hübner
Isabel Gose schwimmt im Halbfinale über 200 Meter Freistil.
Isabel Gose schwimmt im Halbfinale über 200 Meter Freistil. Foto: dpa

Tokio/Magdeburg - Isabel Gose vom SC Magdeburg ist erneut zu einer Bestzeit geschwommen. Im Vorlauf über 200 Meter Freistil schlug sie am Montag nach 1:56,80 Minuten an und blieb damit 13 Hundertstelsekunden unter ihrer alten Bestmarke - und das alles acht Stunden nach ihrem sechsten Platz über die doppelte Distanz.

Und natürlich - es reichte für sie als Neuntschnellste für das Halbfinale am Dienstagmorgen mitteleuropäischer Zeit. Schnellste im Feld wurde Katie Ledecky (USA) in 1:55,28 Minuten. Ganz zufrieden war die 19-jährige Gose mit ihrer Leistung trotzdem nicht. „Der Start war gar nichts“, sagte die Osterburgerin im ZDF. „Irgendwas ist schiefgelaufen.“ Das kann sie schon im Halbfinale wieder gerade rücken.

Gose ist dann nicht alllein. Denn auch Annika Bruhn hat sich für die Vorschlussrunde qualifiziert. Die 28-Jährige aus Neckarsulm belegte nach den Vorläufen ebenfalls mit Bestzeit von 1:57,15 Minuten Rang 13.

Derweil vertritt Sarah Köhler aus der Magdeburger Trainingsgruppe die deutschen Farben allein über die längste Beckendistanz: Die 27-Jährige erzielte mit 15:52,67 Minuten die sechstschnellste Zeit im gesamten Feld. Schnellste wurde Katie Ledecky (USA), die mit 15:35,35 Minuten einen olympischen Rekord aufstellte.

Im Gegensatz zu seinem Schützling war Köhlers Trainer Bernd Berkhahn vollkommen zufrieden mit ihrem Auftritt: „Das ist gut gelaufen für Sarah“, sagte er. „Sie ist komfortabel ins Finale eingezogen und hat noch etwas Luft nach oben.“