Magdeburg l Mitgegangen, mitgefangen. Wahrscheinlich beschreibt keine Aussage das Engagement von Andreas Broska beim Landescup des Leichtathletik-Verbandes Sachsen-Anhalt (LVSA) treffender. 2009 hat Broska erstmals an der Lauf-Veranstaltung teilgenommen – und ist danach gleich selbst Teil des Events geworden. „Ich bin jemand, der sich gerne einbringt und Dinge nicht einfach hinnimmt, nur weil sie so sind“, erklärt Broska. Aus dem passionierten Läufer wurde also ein Mitgestalter auf Verbandsebene.

Über 250 Anmeldungen für Demker

Mit dem „Süppling Cross“ am 1. März in Demker, fällt bereits der Startschuss für den 29. Landescup, den der LVSA gemeinsam mit den Ausrichtern aus der Region auf die Beine stellt. Über 520 Anmeldungen sind bis gestern Nachmittag in Demker eingegangen. Das Interesse ist da. Und das Prinzip hinter dem Landescup schnell erklärt. Es gibt in diesem Jahr insgesamt 13 Wertungsläufe (siehe Infobox), die zu der Laufserie gehören. Um in die Wertung des Landescups zu kommen, müssen mindestens vier davon absolviert werden. Je nach Platzierung gibt es Punkte. Für das Endergebnis werden dann die acht höchsten Punktwerte addiert. Neben einer Einzel- gibt es auch eine Vereinswertung.

Für Broska, mittlerweile als Vizepräsident Breitensport und Laufwart in Doppelfunktion unterwegs, liegt der Mehrwert auf der Hand. „Zum einen ist es einfach Teil unserer Aufgabe, Wettbewerbe für die breite Masse anzubieten. Und da gehört die Laufbewegung definitiv dazu“, sagt der 27-Jährige.

Regionale Läufe werden unterstützt

Zum Landescup gehören daher auch Läufe, die „bezahlbar sind und bei denen das Preis-Leistungsverhältnis stimmt“, betont Broska. Zum anderen ist die Aktion eine Unterstützung für regionale Laufveranstaltungen und die dortigen Ausrichter.

„Wenn ein Lauf unter dem Dach des Landescups firmiert, ist das schon eine Aufwertung. Durch entsprechende Werbung und Unterstützung unsererseits kommen rund 100 Läufer mehr.“ 2018 wurde der höchste Rekord seit 13 Jahren aufgestellt, als über 230 Läufer in die End-Wertung des Landescups eingegangen sind.

30. Jubiläum im kommenden Jahr

Im kommenden Jahr steht das 30. Jubiläum an, dann wird der LVSA mit Sicherheit noch einmal genau auf die Entwicklung des Cups zurückblicken. Einiges hält Broska aber jetzt schon fest: „Die Digitalisierung hält auch bei uns Einzug. Die Läufer wollen heutzutage ihre Ergebnisse schon am Abend sehen und nicht erst in zwei Tagen“, nennt der Bundespolizist eine ganz praktische Optimierung. Außerdem sind mittlerweile nicht nur Läufer des LVSA startberechtigt, sondern auch des Landessport-Bundes (LSB). „Durch diese Öffnung können auch Interessierte, die beispielsweise einem Reit-Verein angehören, mitmachen“, sagt Broska.

Und auch wenn die Zeit knapp ist und der Kopf schon etwas beim Jubiläums-Lauf 2021: „Viermal will ich auf jeden Fall wieder an den Start gehen“, sagt Broska und lacht.