Braunschweig l Die Enttäuschung war zunächst groß. "Der Favorit ist gefallen", sagte David Wrobel. Mit 64,24 Metern war er zu den deutschen Meisterschaften nach Braunschweig gefahren, mit drei ungültigen Versuchen ist der 29-jährige Diskuswerfer vom SC Magdeburg am Sonnabend ausgeschieden nach drei Versuchen. Das Finale ging ohne den besten deutschen Werfer des Jahres, der allerdings verletzt am rechten Wurfarm in den Ring getreten war, über die Bühne.

Und diese Situation kam letztlich seinem Teamgefährten entgegen: Henrik Janssen warf die Zwei-Kilo-Scheibe auf 59.88 Meter, blieb damit 1,28 Meter unter seiner Bestleistung - und holte dennoch Bronze. "Damit bin ich sehr zufrieden", erklärte der 22-Jährige und verwies zugleich auf den fehlenden Wind und die Hitze in der Arena. Es gewann Clemens Prüfer vom SC Potsdam mit 62,97 Metern. Thore Nahrstedt wurde Achter mit 50,71 Metern.

"Happy" war indes Jule Steuer. Die 19-Jährige vom SCM belegte im Kugelstoßen den sechsten Platz mit 15,26 Metern beim Sieg der Favoritin Alina Kenzel (Waiblingen/17,96). Steuer hat damit ihre Bestleistung (15,49) aus diesem Jahr bestätigt und blickt entsprechend optimistisch auf das kommende Wochenende voraus, wenn der Schützling von Trainerin Teresa Wagner bei den inoffiziellen deutschen Meisterschaften der U 23 in Halle antritt.