Sommerspiele in Tokio

Max Appel: „Es wird super schwer“

Ruderer Max Appel vom SC Magdeburg hat nach dem enttäuschenden Vorlauf in Tokio die Hoffnung auf das Finale mit dem Doppelvierer nicht verloren.

Max Appel (r.) und seine Crew müssen sich am Sonntag im Hoffnungslauf beweisen.
Max Appel (r.) und seine Crew müssen sich am Sonntag im Hoffnungslauf beweisen. Foto: imago images

Tokio/Magdeburg - Max Appel hat über Hitze gesprochen. Darüber, wie er bei 33 Grad im Schatten in Tokio sich eimerweise Wasser über den Kopf schüttet, „um mich runterzukühlen“. Appel hat außerdem über Aufregung gesprochen, darüber, wie „wir uns vor dem Start schon Gedanken machen, weil wir ein gutes Rennen treffen wollen“. Appel hat auch über das Rennen gesprochen. Über den gestrigen Vorlauf im Doppelvierer bei den Olympischen Spielen. „Wir sind ruderisch null zusammengekommen“, sagte der 25-Jährige vom SCM. Und Letzter sind sie auch geworden. Appel, Hans Gruhne, Karl Schulze und Tim Ole Naske.

Wer nach 250 Metern schon 2,5 und dann nach 1500 Metern mit 7,3 Sekunden zurückliegt, liegt nicht nur chancenlos im Rennen, sondern auch irgendwie falsch in der taktischen und technischen Ausführung seiner Fahrt. Am Ende erreichte das deutsche Boot nach 2000 Metern und 5:50,11 Minuten das Ziel, blieb damit mehr als zehn Sekunden hinter dem Sieger aus Polen und dem Zweiten aus Italien, die damit wie die Niederländer und die Australier den direkten Einzug in den Endlauf geschafft haben.

Es lag nicht an der Außenbahn fünf, „die war nicht relevant, weil im ersten Lauf die Holländer und die Australier auch außen gestartet waren“, so Appel. Letztlich war es der zu große Aufwand, mit dem das Quartett durch den Sea Forest Waterway geschippert ist – um am Ende doch einen Umweg ins Finale gehen zu müssen. Morgen um 3.40 Uhr (MESZ) startet der Hoffnungslauf, aus dem sich die ersten beiden für den Endlauf am Dienstag qualifizieren. Appel: „Wir haben noch eine Chance, es wird super schwer, aber wir müssen jetzt Spaß haben.“ Und gemeinsam rudern.