Oschersleben l In Oschersleben dröhnen wieder die Motoren. Der Testtag am Montag gewährte einen ersten Ausblick auf die neue Saison, die vom 13. bis 15. April mit dem ersten Saisonrennen zum ADAC GT Masters richtig Fahrt aufnehmen wird. Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) vom 27. bis 29. April und die Motorrad-Langstrecken-Weltmeisterschaft im Rahmen der 21. German Speedweek (7.  bis 10. Juni) sind die motorsportlichen Höhepunkte in diesem Jahr.

Wie 2016 und 2017 fehlt das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM), jahrelang Stammgast in der Börde. Möglicherweise dreht die immer noch sehr beliebte, prestige- und zuschauerträchtige Serie aber 2019 wieder ihre Runden in Oschersleben. „Wir sind mit dem Vermarkter ITR in guten Gesprächen“, sagte am Montag Ralph Bohnhorst, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung der Motorsport Arena Oschersleben.

Im Fahrerlager wird gebaut

Die Rennstrecke könnte von den Problemen am Lausitzring profitieren. Nachdem die Dekra den Kurs im ehemaligen Tagebau übernommen hat und dort ein Innovationszentrum für die Mobilität der Zukunft errichten will, wird damit gerechnet, dass die DTM dort vom 18. bis 20. Mai letztmals ihre Runden dreht. „Fakt ist, dass bei nur vier permanenten deutschen Rennstrecken 25 Prozent der Kapazität zukünftig wegfallen wird“, sagte Bohnhorst vorsichtig und rechnet schon Ende Mai mit einer Entscheidung.

Finanziell ist eine Großveranstaltung wie die DTM zwar nicht notwendig, für das Image wäre eine Rückkehr nach Oschersleben aber wünschenswert. „Na klar, eine Rückkehr wäre eine gute Sache. Wirtschaftlich ist die DTM aber nicht der Bringer, wir leben eher von den vielen kleinen Veranstaltungen“, sagte Bohnhorst. Im 20. Jahr ihres Bestehens war die Strecke an über 280 Tagen belegt, rund 100  Mitarbeiter werden beschäftigt.

So wird es auch dieses Jahr viele kleinere Veranstaltungen geben. Auftakt ist mit dem Auto-Frühling (8.4.). Ein großes Opel-Treffen (31.5. bis 3.6.), die „Asia Arena" (31.8. bis 2.9.) und ein 24-Stunden-Radrennen (8./9.9.) folgen. Für mehr Gastlichkeit wird im Fahrerlager ein neues Gebäude errichtet, um die Versorgung zu verbessern. Kostenpunkt: rund eine Million Euro.