Halberstadt l Als Nils Petersen nach dem Spiel zum Interview-Marathon antrat, musste Florian Kath noch mal zurück auf den Platz im Friedensstadion. 20 Sprints standen bei Nieselregen für den Stürmer vom SC Freiburg, der bis zur Sommerpause für den 1. FC Magdeburg in der 3. Liga spielte, auf dem Programm. Kath stand zwar im Kader für das DFB-Pokalspiel in Halberstadt, ein Einsatz blieb dem 22-Jährigen aber (noch) verwehrt. „Es ging darum, ein bisschen Belastung zu haben“, sagte Kath, zog aber nach seiner Rückkehr ein positives Fazit: „In den beiden Spielen in der Europa-League-Qualifikation gegen NK Domzale war ich noch nicht dabei. Die Kader-Berufung ist für mich ein Schritt nach vorne und hat mich riesig gefreut, vor allem weil es zurück ging nach Sachsen-Anhalt – auch wenn ich nicht gespielt habe“, so Kath.

Freiburgs Trainer Christian Streich bescheinigte dem quirligen Stürmer eine gute Entwicklung („Ich bin eigentlich mit ihm zufrieden. Bundesliga ist natürlich noch was anderes.“), schimpfte dann aber gehörig gegen den 1. FC Magdeburg: „Für Kath war Magdeburg gut. Was nicht gut war, dass er nach drei Wochen mit einer Syndesmosebandverletzung wieder aufs Feld geschickt wurde. Das fand ich nicht verantwortungsvoll. Er kam deshalb verletzt bei uns an und hatte Rückstand. Das hat mir überhaupt nicht gefallen“, polterte der Freiburger Trainer.

Kath versuchte eiligst die Wogen ein wenig zu glätten. Der Stürmer fehlte in der Tat im Saisonfinale beim FCM von Anfang April bis Mitte Mai mit einem Syndesmosebandanriss, kam aber im letzten Saisonspiel gegen die Sportfreunde Lotte noch mal zum Einsatz und glänzte beim 2:0-Sieg mit einem Tor. „Für mich war es wichtig, gegen Lotte zu spielen und zu zeigen, dass ich einen Schritt nach vorne gemacht habe. Ich hatte auch nach sechs Wochen Pause vom Fuß her keine Probleme mehr. Ärgerlich war, dass genau in dem Spiel eine Situation passierte, in dem die Verletzung wieder aufgebrochen ist. Wenn da nichts passiert wäre, wäre ich komplett fit in Freiburg angekommen. Das war einfach Pech und gehört im Fußball dazu“, sagte Kath: „Magdeburg konnte da nichts dazu.“ Streich sah das anders ...