Motorsport

Schaak startet mit blau-weißem Helm in die neue Saison

Für die neue Saison zeigt der Magdeburger Dominique Schaak seine Verbundenheit zum 1. FC Magdeburg auf der Rennstrecke. An diesem Wochenende geht es für den 30-Jährigen mit einem Heimspiel wieder los.

Von Dennis Uhlemann
Dominique Schaak und sein Helm für die neue Saison.
Dominique Schaak und sein Helm für die neue Saison. Foto: FCM

Magdeburg. Kai Brünker hatte sich schon gefreut auf den kleinen Exkurs nach Oschersleben. Der Fußballprofi des 1. FC Magdeburg ist „absoluter Motorsport-Fan“, wie Dominique Schaak sagt. Was auch für seinen Mitspieler Philipp Harant gilt. Zu beiden hat der Magdeburger Rennfahrer einen guten Draht und hätte sie gern dabei gehabt, wenn er am Wochenende nach über acht Monaten Pause wieder auf die Rennstrecke zurückkehrt. Gerade, weil für den 30-Jährigen in Oschersleben zum Start der neuen Saison im GTC Race doch ein Heimspiel ansteht.

„Die Vorfreude ist riesig“, sagt Schaak. „Ich genieße das immer in Oschersleben. Auf dieser Strecke bin ich groß geworden und verbinde so viele Emotionen damit.“ Wenngleich die fehlenden Zuschauer für ihn natürlich ein Wermutstropfen sind. Doch seine Fußballer-Kumpels hätten ohnehin nicht gekonnt, bestreiten sie doch am Sonnabend ein Testspiel in Blankenburg und reisen am Sonntag ins Trainingslager.

Helm wird nach der Saison versteigert

Am blau-weißen Anstrich wird es Schaak im wahrsten Sinne des Wortes aber dennoch nicht fehlen. Denn nicht nur sein Audi R8 LMS GT4 wird künftig in den Farben seines Lieblingsclubs leuchten, sondern auch sein Helm. „Das war mir eine Herzensangelegenheit“, sagt der gebürtige Hallenser, der schon etliche Jahre FCM-Fan ist. Dass der Helm nach seiner Rennsaison dann noch für den guten Zweck versteigert werden soll, sei für ihn „das i-Tüpfelchen“.

Doch zunächst einmal müssen die Motoren zum ersten Mal dröhnen. Und das werden sie, am Sonnabend beim „Goodyear 60“, am Sonntag beim Sprintrennen. Nach einem kompletten Testtag auf der Strecke am Donnerstag fühlt sich Schaak dafür bestens vorbereitet. Wobei seine Chancen „schwierig abzuschätzen“ sind. „Ich kenne die Konkurrenz kaum“, sagt der Pilot, der im Vorjahr noch in der ADAC GT 4 Germany und der DTM Trophy an den Start ging, sich aus wirtschaftlichen Gründen aber für den Schritt zurück entschied. „An mich selbst habe ich immer hohe Erwartungen. Ich möchte, dass meine Lernkurve im Audi R8 weiter steigt. Wo ich dann stehe, werden wir nach den ersten Rennen sehen.“

Sein interner Zeitplan ist schon jetzt komplett durchgetaktet – vom Spaziergang über die 3,696 Kilometer lange Strecke bis zu den Gesprächen mit den Renn-Ingenieuren. Auch einige seiner Sponsoren sowie Freunde und Familie werden dabei sein. Und wenngleich sie nur von der Terrasse des Hotels aus die Daumen drücken können, „motiviert mich das zusätzlich“, so Schaak. Seine FCM-Kumpels Brünker und Harant werden derweil sicherlich aus der Ferne mitfiebern.