Budapest/Magdeburg l Franziska Hentke hat sich den großen Traum von einer WM-Medaille erfüllt. Die 28-Jährige vom SC Magdeburg schlug am Donnerstagabend bei den Weltmeisterschaften in Budapest (Ungarn) über 200 Meter Schmetterling in 2:05,39 Minuten an und sicherte sich damit Silber. Es gewann Mireia Belmonte (Spanien) in 2:05,26 Minuten. "Ich bin überglücklich und auch sprachlos", sagte eine zu Tränen gerührte Hentke. "Ich wusste, wenn ich neben Belmonte schwimme, dann wird es ein geiles Rennen." Hentke schwamm die zweitschnellste Zeit ihrer Karriere.

Ihr Heimtrainer jubelte indes von der Tribüne aus mit seinem Schützling und analysierte dann das Rennen: "Sie hat engagiert angefangen und versucht, das Heft in die Hand zu nehmen. Ich hätte nicht gedacht, dass sie eine 2:05,39 schwimmen wird. Ich freue mich riesig für Franziska", sagte Bernd Berkhahn, der Hentke seit September 2012 betreut. Vom Gefühl her, berichtete Hentke ihrem Trainer, "hätte sie Mireia gehabt, wenn das Rennen noch fünf Meter weitergegangen wäre". Aber 13 Hundertstelsekunden Rückstand konnte die Freude der beiden über Silber nun wirklich nicht trüben.  

Für Hentke war es die erste WM-Medaille. 2013 in Barcelona hatte die neunfache deutsche Langbahn-Meisterin auf ihrer Paradestrecke das Finale noch um eine Hunderstelsekunde verpasst. 2015 war sie in Kasan Vierte geworden. 2016 hatte sie mit Gold bei der Europameisterschaft in London erstmals bei einem großen internationalen Event gewonnen.