Budapest/Magdeburg l Der einzige Hoffnungsschimmer des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) zum Auftakt der Beckenwettbewerbe war das Halbfinale mutig und forsch angegangen. Aliena Schmidtke wendete als Zweite und schlug letztlich als Sechste an. Das reichte der 24-Jährigen vom SCM zwar nicht zum Einzug in den Endlauf über 100 Meter Schmetterling bei ihren ersten Weltmeisterschaften. Sie belegte am Ende den zehnten Platz. Dennoch erfüllte sie sich am Sonntag in der Duna Arena in Budapest (Ungarn) mit ihrer persönlichen Bestzeit von 57,87 Sekunden den Wunsch, die 58er Schallmauer zu durchbrechen. „Das war mein Ziel. Und es ist einfach nur toll, dass ich es geschafft habe. Die Atmosphäre hier ist einfach unglaublich“, sagte Schmidtke begeistert: „Beim nächsten Mal bin ich hoffentlich im Finale dabei.“

Die weiteren drei DSV-Athleten sorgten dagegen für einen ernüchternden Start in die WM. Poul Zellmann kraulte über 400 Meter in 3:50,88 Minuten um mehr als drei Sekunden an seiner Bestleistung vorbei. Auch Christian vom Lehn (25./100 m Brust) und Damian Wierling (28./50 m Schmetterling/alle Essen) blieben weit über ihren persönlichen Rekorden. „Wir hatten vier Athleten am Start, von denen eine sehr gut war und drei Lehrgeld gezahlt haben. Es ist alles nicht dramatisch“, sagte Bundestrainer Henning Lambertz den Agenturen.

Bestzeiten musste die Weltspitze erst gar nicht schwimmen, um an Edelmetall zu gelangen: Sun Yang (China/3:41,38) und Katie Ledecky (USA/3:58,34) über 400 Meter Freistil sowie die 4x100-Meter-Freistilstaffeln der USA (Männer und Frauen) gewannen die ersten vier Titel.