Stockholm/Magdeburg l Auf den letzten 50 Metern hat Florian Wellbrock den Turbo gezündet: In 26,71 Sekunden durchpflügte er das Wasser. So schnell wie kein anderer im A-Finale über 400 Meter Freistil bei den Swim Open in Stockholm (Schweden). Und nicht nur das: Der 21-Jährige vom SC Magdeburg gewann letztlich auch das Rennen in 3:45,59 Minuten. Er unterbot damit seine bisherige Bestzeit um eineinhalb Sekunden. Und er knackte zugleich die Norm (3:46,40) für die Weltmeisterschaften in Gwangju (Südkorea/12. bis 28. Juli). "Ich war überrascht, mit dieser Zeit hatte ich auf keinen Fall gerechnet", sagte Wellbrock der Volksstimme. "Deswegen bin ich mit meinem Rennen auch sehr zufrieden."

Ob er über diese Distanz allerdings bei der WM an den Start gehen wird, ist unwahrscheinlich. Nicht nur, weil er die 400 Meter lediglich dazu nutzt, um auf ein höheres Grundtempo für die längeren Strecken zu kommen. Vor allem, weil Wellbrock zuvor schon drei Normen für Gwangju geknackt hat: im Freiwasser über die olympischen zehn Kilometer, im Becken über 800 und 1500 Meter Freistil. Und diese drei Wettbewerbe stehen ganz sicher in seinem WM-Programm.

Einen weiteren Sieg in Stockholm landete Sarah Köhler aus der SCM-Trainingsgruppe. Die 24-Jährige, die für die SG Frankfurt startet, gewann über die 1500 Meter Freistil in 16:06,68 Minuten. Köhler hat über diese Distanz ebenso die WM-Norm bereits geknackt wie über die 800 Meter. 

Blanke in Eindhoven auf Podest

Marlene Blanke ist derweil beim Swim Cup in Eindhoven (Niederlande) in neuer Bestzeit auf Rang drei über 1500 Meter Freistil gekrault. Die 15-Jährige schlug am Freitagabend nach 17:00,49 Minuten an und unterbot ihren bisherigen Rekord um fast acht Sekunden. Elena Backhaus (15) wurde in 17:25,36 Minuten Achte – ebenfalls Bestzeit. Jasper Grünewald (18) belegte Rang sechs (16:08,69) über diese Distanz.