Glasgow/Magdeburg l Am Ende haben sich alle in die Arme geschlossen und für das Siegerfoto posiert: Rob Muffels vom SC Magdeburg gewann bei der Europameisterschaft in Glasgow die Bronzemedaille über die zehn Kilometer. Der 23-Jährige schlug am Donnerstag im Loch Lomond nach einem klugen Rennen und 1:49:33,7 Stunden an. Es gewann Olympiasieger und Weltmeister Ferry Weertman (Niederlande/1:49:28,2). Nach einem starken Schlussspurt entschied er im Fotofinish gegen den Europameister über fünf Kilometer, Kristof Rasovsky (Ungarn), das Rennen für sich.

"Ich hatte einen guten Zeitpunkt erwischt, um nach vorne zu schwimmen", sagte Muffels. Auf der letzten Runde wurde er aber zunächst vom Spitzenplatz verdrängt nach körperlichen Auseinandersetzungen. "Aber da muss man sich dann eben durchsetzen", erklärte der Magdeburger.

Muffels Teamgefährtin Finnia Wunram hat indes im Frauen-Wettbewerb über die olympische Distanz den fünften Platz belegt und damit ihr Medaillenziel verfehlt. Die 22-Jährige schlug nach 1:56:26,5 Stunden an. Es gewann wie schon über die fünf Kilometer Sharon van Rouwendaal (Niederlande/1:54:45,7) vor der Italienerin Giulia Garbielleschi (1:54:53,0) und van Rouwendaals Landsfrau Esmee Vermeulen (1:55:27,4).

Wunram hatte sich lange Zeit in der Spitzengruppe, die von Beginn an von van Rouwendaal kontrolliert wurde, gehalten. Doch auf der letzten der vier Runden musste der Schützling von Trainer Bernd Berkhahn abreißen lassen. "Meine Position war zu diesem Zeitpunkt nicht ganz optimal", sagte Wunram, die am Ende der dritten Runde Fünfte war. "Wäre ich an zweiter oder dritter Stelle gewesen, wäre ich vielleicht auch drangeblieben."

Derweil ist Franziska Hentke am letzten Tag der Beckenwettbewerbe mit der 4x100-Meter-Lagenstaffel ins Abendfinale geschwommen. "Ich hatte eigentlich schon alle Wettkampf-Sachen im Koffer verstaut", berichtete Hentke, die Vierte über 200 Meter Schmetterling geworden war. Mit Laura Riedemann (Rücken), Jessica Steiger (Brust) und Annika Bruhn (Freistil) erreichte die 29-Jährige die siebtschnellste Zeit nach den Vorläufen. Im Finale räumte sie den Platz für Teamkollegin Aliena Schmidtke.

Und Schmidtke konnte sich nach ihrem „mäßigen Start“ in die EM mit dem achten Platz über 100 Meter Schmetterling zunächst über Rang vier über die halbe Distanz freuen. Dabei fehlten der 25-Jährigen vom SCM im Finale lediglich 0,03 Sekunden zu Bronze. „Ein bisschen Glück gehört immer dazu“, sagte Schmidtke über ihr Pech. „Ich habe mein Bestes gegeben.“ Nach 25,77 Sekunden schlug sie an. Es gewann Sarah Sjöström (Schweden/25,16).

Knapp eineinhalb Stunden später belegte Schmidtke mit der Lagenstaffel Rang sieben in 4:0,10 Minuten beim Sieg der Russinnen (3:54,22).