Galopp

Viererwette beim Magdeburger Renn-Verein lässt aufhorchen

Auf der einen Seite muss sich der Renn-Verein bei seinem zweiten Renntag am Sonnabend um14 Uhr coronabedingt mit 1000 Zuschauern begnügen, auf der anderen winkt ein neuer Rekordumsatz – allein schon wegen garantierter 60000 Euro für die Viererwette im Hauptrennen.

Die Corona-Pandemie hat im Galopprennsport für hohe Einbußen bei den Vereinen gesorgt. Jetzt darf in Magdeburg zumindest wieder vor 1000 Zuschauern geritten werden. Hier  die irische Stute ?Yori? mit Jockey Bayarsaikhan Ganbat (l.) im Herrenkrug in Aktion.
Die Corona-Pandemie hat im Galopprennsport für hohe Einbußen bei den Vereinen gesorgt. Jetzt darf in Magdeburg zumindest wieder vor 1000 Zuschauern geritten werden. Hier die irische Stute ?Yori? mit Jockey Bayarsaikhan Ganbat (l.) im Herrenkrug in Aktion. Foto: Popova

Von Uwe Tiedemann

Magdeburg. Immer wieder sorgt der im Vergleich zu anderen „Schwergewichten“ eher kleine Magdeburger Renn-Verein für Aufmerksamkeit – und jetzt sogar für eine gewisse „Goldgräberstimmung“. Denn der Tages-Höhepunkt im siebten Rennen, der Preis der Magdeburger Wohnungsgenossenschaft (Ausgleich III über 1300 Meter), hat es in sich. Für die 14 Pferde und ihre Jockeys geht es um Siegprämien in Höhe von 10200 Euro, für die Wettfreunde um eine Garantieauszahlung von 60000 Euro, falls jemand bei 10 Euro Einsatz die Viererwette richtig vorhersagt. „Eine außergewöhnlich hohe Summe und für uns ein neuer Rekord“, sagte Präsident Heinz Baltus, der darauf hinwies, dass in diesen 60000 Euro die 21000 Euro enthalten sind, die bei der Viererwette am ersten Renntag nicht getroffen wurden und natürlich im Jackpot geblieben sind. Nun darf man gespannt sein, wie hoch am Ende der Gesamtumsatz sein wird. Baltus hofft auf einem historischen Wert: „Zwischen 250000 und 300000 Euro.“

Auch das dritte Rennen, ein Ausgleich IV über 2050 Meter, lockt mit einer garantierten Sonderausschüttung – für die korrekte Dreierwette werden 10000 Euro ausgezahlt.

Insgesamt hat der Verein acht Rennen ausgeschrieben und ein Preisgeld von knapp 46000 Euro ausgelobt. „Ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Rennbahnen in Corona-Zeiten“, betonte der Clubchef.

Namhafte Jockeys

Und auch, was die Namen der Jockeys anbetrifft, muss sich Magdeburg als morgiger Alleinveranstalter nicht verstecken. Ganz im Gegenteil. Im Mittelpunkt dürfte einmal mehr der Deutsch-Kasache Bauyrzhan Murzabayev stehen, der im vergangenen Jahr Jockey-Champion wurde und in dieser Saison erneut das Klassement souverän anführt. Nicht zuletzt, weil Verfolger Maxim Pecheur verletzungsbedingt einige Zeit ausgefallen war. Murzabayev steigt morgen allein sechsmal in den Sattel, Pecheur fünfmal.

Da das Startverbot für Amateure mittlerweile aufgehoben wurde, ist auch Lokalmatador Mark Timpelan wieder zu sehen und hofft mit seinem zehnjährigen Fuchswallach „Torqueville“, der in Kürze die Rennkarriere beenden soll, noch einmal auf eine vordere Platzierung. Trainer Frank Fuhrmann aus Möser ist mit gleich 15 Pferden ebenfalls wieder bestens vertreten.

Weil wegen der Pandemie bestimmte Hygienemaßnahmen einzuhalten sind, rät der Renn-Verein zu rechtzeitigem Erscheinen. Ab 10 Uhr steht ein Corona-Testmobil bereit.