Handball: Ungefährdeter 40:25-Erfolg beim Zweitligisten TV Emsdetten

Das war leicht: SCM im Schaulaufen ins Pokal-Viertelfinale

Emsdetten Emsdetten hat Weihnachtsmützen in grün-weiß, Emsdetten hat ein rollendes Plüschkrokodil und Emsdetten hat die Currywurst für sich entdeckt. Nur eines hat zumindest der TV Emsdetten seit gestern Abend nicht mehr: einen Heimnimbus. Die Zweitliga-Handballer mussten sich dem SC Magdeburg mit 25:40 (10:21) geschlagen geben. Und Magdeburg war damit im Schaulaufen ins Viertelfinale um den DHB-Pokal eingezogen.

Die Auslosung dieses Viertelfinals findet nun am 21. Dezember am Rande des Spiels Füchse Berlin gegen SCM statt.

SCM-Trainer Frank Carstens hatte viel gewarnt im Vorfeld der Partie, zum Beispiel vor Elvir Selmanovic. Der ist nämlich der beste Schütze der 2. Liga, aber gestern musste er sich die Torjägerkrone mit Andrej Kurchev teilen - jeweils fünf Tore. Vor allem in der ersten Halbzeit war mit Selmanovic jedoch kaum zu rechnen, allein er scheiterte achtmal an SCM-Keeper Dario Quen- stedt, an Holz - oder nicht zuletzt auch sich selbst. Magdeburgs Abwehr nutzte das zur frühen Vorentscheidung.

Carstens hatte vor einem sehr emotionalen Publikum gewarnt, aber wenn die eigene Mannschaft nach 24 Minuten bereits mit 10:20 hinten liegt, dann helfen auch keine Emotionen mehr. Das große Highlight für die Emsdetten-Fans war bereits etwas früh erloschen.

Und die Magdeburger: Keine 3-2-1-Abwehr konnte den Carstens-Schützlingen etwas anhaben, auch kein routinierter Sigfus Sigurdsson, der im Mittelblock agierte. Die Außen Robert Weber und Yves Grafenhorst liefen hübsch zur Kreismitte ein, kamen so zu Treffern. Aber die meisten erzielten sie vor allem über Konter, über die erste, auch über die zweite Welle. Zwischenzeitlich überschwappte sie den atemlosen Gastgeber im Höchsttempo. Das war klasse, aber Carstens weiß es mit seinen Schützlingen ganz sicher auch richtig einzuordnen.

Statt nur für Entlastung zu sorgen, agierte Andreas Rojewski die gesamte zweite Halbzeit und kam auf drei Tore. Und das ist die letzte gute Nachricht: Das Knie hielt auch in diesem Spiel.

Frank Carstens erklärte später: "Ich habe einen sehr großen Respekt vor der Emsdettener Mannschaft und der Halle. Ich freue mich, dass wir weitergekommen sind."

SCM: Eijlers, Quenstedt - van Olphen 2, Tönnesen, Jurecki 2, Landsberg, Grafenhorst 7, Natek 3, Weber 7/2, Wiegert 8, Rojewski 3, Doborac 6, Hornke 2.

Schiedsrichter: Biaesch/Sattler. Zuschauer: 2500. Siebenmeter: TVE 6/4, SCM 2/2; Zeitstrafen: TVE 1, SCM 2