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Handball SCM feiert das nächste Torefest

Mit einem 36:21 konnte der SC Magdeburg bei GWD Minden auch ordentlich etwas fürs Torverhältnis tun. Zwanzig Minuten lang sah es aber nicht nach einem so deutlichen Sieg aus.

Von René Miller Aktualisiert: 29.11.2025, 20:53
Eine Halbzeit lang hielt Minden erstaunlich stark dagegen, aber am Ende lösten Omar Ingi Magnusson (l.), Oscar Bergendahl und Gisli Kristjansson (r.) mit dem SCM die Aufgabe souverän.
Eine Halbzeit lang hielt Minden erstaunlich stark dagegen, aber am Ende lösten Omar Ingi Magnusson (l.), Oscar Bergendahl und Gisli Kristjansson (r.) mit dem SCM die Aufgabe souverän. Foto: Franzi Gora

Magdeburg/Lübbecke - Der SC Magdeburg konnte bei GWD Minden das nächste Torefest feiern. In der Kreissporthalle Lübbecke hieß es am Ende 36:21 (18:14). Bester Torschütze mit sieben Treffern war Lukas Mertens, obwohl der erst nach dem Seitenwechsel auf die Platte kam. „Minden hat das am Anfang richtig gut gemacht. Aber dann haben die Kräfte nachgelassen und wir haben das mit Tempo gnadenlos ausgenutzt“, analysierte Mertens.

Wie angekündigt schonten die Gastgeber zahlreiche Stammspieler, damit die ihre Kräfte für die Duelle gegen die unmittelbare Konkurrenz sparen können. Weil auch noch Torwart Malte Semisch erkrankt war, kam für einen Siebenmeter sogar der erst 17-jährige Arend Bartelheimer auf die Platte. Aber auch beim SCM wurde ein bisschen rotiert. Felix Claar blieb die erste Halbzeit komplett auf der Bank. Weil auch Magnus Saugstrup eine Viertelstunde lang zunächst nur zuschaute, bildeten Oscar Bergendahl, Elvar Örn Jonsson und Christian O’Sullivan den Defensivblock. In Ballbesitz tauschten die beiden Letztgenannten dann mit Gisli Kristjansson und Philipp Weber.

Der Isländer war es dann auch, der das erste Tor des Abends erzielte. Drei technische Fehler in den folgenden vier Angriffen sorgten dafür, dass erst in Minute sieben durch Daniel Pettersson zum 2:1 das nächste Magdeburger Tor fiel. Der Aufsteiger hielt aber weiter tapfer dagegen und ging in der 11. Minute sogar mit 5:4 in Führung. Innerhalb von fünf Minuten hatte der SCM auf zwar wieder auf 8:5 gestellt, musste aber in der 20. Minute erneut den Ausgleich (9:9) hinnehmen.

Wiegert mit ordentlicher Ansage in der Auszeit

Für Bennet Wiegert war das genug. Der Coach drückte auf den Buzzer und nahm sich seine Jungs in der Auszeit ordentlich zur Brust. „Wir haben bisher schon fünf Ballverluste. Haut endlich die Dinger rein“, forderte Wiegert. Nachdem Tom Bergner nach einem Foul an Weber die Rote Karte sah (20.) bekam der SCM das Spiel dann immer besser in den Griff und führte fünf Minuten vor der Pause mit 15:11. Mit einem Vier-Tore-Plus (18:14) ging es dann auch in die Kabinen.

Und Saugstrup nutzte den ersten Angriff nach dem Seitenwechsel gleich für das erste Fünf-Tore-Polster und traf zum 19:14. Jetzt war der SCM nicht mehr zu stoppen und war nach 39 Minuten sogar mit 25:18 vorn. Plötzlich hörte man nur noch die mitgereisten Magdeburger Fans. Matej Mandic bekam sogar einen Sonderapplaus, nachdem er in der 40. Minute einen Siebenmeter von Florian Kranzmann parierte. In den letzten elf Minuten löste der Kroate den starken Sergey Hernandez (16 Paraden und 44 Prozent Fangquote) endgültig ab. Zuvor hatte Wiegert in einer weiteren Auszeit ein besseres Tempospiel eingefordert.

Und der SCM drückte zumindest noch einmal ordentlich aufs Tore-Tempo. Saugstrup sorgte beim 30:20 (50.) für das erste Zehn-Tore-Plus. Der nach der Pause für Musche ins Spiel gekommene Lukas Mertens traf dann mit seinem sechsten Treffer im sechsten Versuch zum 34:20 (56.). Und am Ende hieß es sogar 36:21.