SC Magdeburg

SCM zieht ins Final Four ein

Grün-Rote gewinnen im Europacup auch Viertelfinal-Rückspiel gegen Kristianstad

Von René Miller
Die Handballer des SC Magdeburg um ihren starken Keeper Jannick Green (M.) boten im Viertelfinale der European Handball League auch im Rückspiel gegen Kristianstad eine konzentrierte Leistung und konnten danach den Einzug ins Final Four am Pfingstwochenende in Mannheim bejubeln. Foto: Eroll Popova

Magdeburg

Was wäre das gestern Abend in einer rappelvollen Getec-Arena für eine tolle Handball-Party geworden. Einzug ins Final Four der European Handball League. Eine echte Titelchance am Pfingstwochenende. Die Fans des SC Magdeburg hätten ihre Jungs minutenlang hochleben lassen. So mussten die Anhänger das klare 39:31 (23:12) im Viertelfinal-Rückspiel gegen Kristianstad zu Hause bei der Übertragung durch DAZN oder an einem der vielen Live-Ticker verfolgen und feiern. Gefeiert hat auch Bennet Wiegert: „Unser Beginn war auch genau unser Plan, um Kristianstad den letzten Glauben zunehmen“, erklärte der SCM-Coach.

Kristianstad war chancenlos

Von Anfang an für klare Verhältnisse zu sorgen, das hatte der Coach als Devise für das Spiel ausgegeben. Aber den Glauben an das Weiterkommen hatten die Schweden wohl schon aufgegeben, als sie die Magdeburger aus der Kabine kommen sahen. Von einem sofort um jeden Ball und jedes Tor kämpfenden Gegner war nämlich nichts zu sehen. Mit einem erneut überragenden Jannick Green im Tor wurde es für die Grün-Roten fast schon ein Trainingsspielchen mit internationalem Flair.

Klarer Vorsprung zur Pause

Der SCM selbst ließ es aber trotz des 34:28 im Hinspiel auch nicht locker angehen, sondern spielte so auf, als müsste man kein Sechs-Tore-Polster verteidigen, sondern aufholen. Als Christoph Steinert zum 6:2 traf, war nach nur sieben Minuten der Gesamt-Vorsprung schon auf zehn Tore angewachsen. Und die Gastgeber machten weiter Tempo und bauten die Führung weiter aus. Als es nach einer Viertelstunde bereits 12:5 stand, waren die Gäste so verunsichert, dass sich William Bengtsson bei einem Gegenstoß völlig unbedrängt den Ball auf den eigenen Fuß dribbelte. Nach 23 Minuten hatte der SCM beim 18:8 sogar schon die erste Zehn-Tore-Führung herausgeworfen. Beteiligt daran waren auch immerhin schon acht Schützen. „Zur Pause war bereits alles klar, weshalb ich auch keinen Extradruck mehr gemacht habe, um unbedingt noch die zweite Halbzeit zu gewinnen“, sagte Wiegert.

Völlig klar, dass nach dem Seitenwechsel beim SCM kräftig durchgewechselt wurde. Für Green, Fangquote von starken 37 Prozent, rückte Tobias Thulin zwischen die Pfosten. Auf den Außen durften Tim Hornke und Justus Kluge und am Kreis Moritz Preuss ran.

Thulin zeigte seine Klasse

Und vor allem Thulin wollte es gegen seine Landsleute unbedingt wissen, glänzte in der zweiten Hälfte noch mit insgesamt zehn Paraden und einer Fangquote von 35 Prozent.

SCM-Trainer Wiegert stolz

Nur im Angriff wollte es nicht mehr so rund wie vor der Pause laufen. So konnten die Gäste nach 37 Minuten auf 26:17 verkürzen und lagen nach Toren in der zweiten Halbzeit sogar 5:3 vorn. Fünf Minuten später hatte der SCM beim 30:18 den Spieß aber schon wieder umgedreht. Doch abschütteln ließ sich Kristianstad nicht mehr und wollte beim Aus zumindest die Ehre retten. Fünf Minuten vor dem Ende hatten die Gäste sogar noch einmal auf 36:29 verkürzt. Am klaren Sieg des SCM gab es aber nichts mehr zu rütteln. Wiegert: „Unterm Strich sind wir stolz und glücklich, im Final Four zu stehen.“