Magdeburg l Mit einem klaren Punktsieg gegen den Ukrainer Andriy Rudenk meldet Agit Kabayel weiter Ansprüche auf einen WM-Kampf an. Am Ende stand ein 119:108, 117:110, 116:111 auf den Zetteln der Punktrichter. "Ich habe das umgesetzt, was mein Trainer mir gesagt hat und bin jetzt natürlichhappy", so Kabayel, der seinen Gegner in Rund sechs sogar einmal am Boden hatte. Aber der 35-Jährige hielt zäh bis zum Ende durch.

Gedenkminute für Markus Beyer

Bevor die beiden Hauptkämpfer in den Ring stiegen, wurde mit einer Gedenkminute dem Anfang Dezember letzten Jahres gestorbenen Ex-Weltmeister Markus Beyer gedacht. Der einstige Champ im Supermittelgewicht starb mit nur 47 Jahren an einer Krebserkrankung.

Schwarz hält K.o.-Versprechen

Tom Schwarz hatte angekündigt, dass seine rechte Faust noch stärker geworden ist. Sein Gegner Kristijan Krstacic bekam das in der 2. Runde auch kräftig zu spüren. Gleich drei Mal ging der Kroate zu Boden und der Ringrichter brach den Kampf nach 2:45 Minuten ab. Schwarz: "Einen Knockout anzukündigen ist auch immer bisschen Taktik. Aber es hat ja geklappt."

Kadiru mit gutem Profidebüt

Mit großer Spannung wurde auch das Profi-Debüt von SES-Neuzugang Peter Kadiru erwartet. Und der Schwergewichtler zeigte beim einstimmigen Punktsieg gegen den Polen Artur Kubiak auch eine ordentliche Leistung. Kadiru: "Das war mein erster Schritt als Profi. Danke an die Magdeburger Fans, dass sie mich so toll unterstützt haben." 

Ehrung für Bösel und Wegner

Nach den ersten vier Kämpfen des Abends waren zwei Ehrungen angesagt. Dominic Bösel und Ulli Wegner wurden im Januar bei einer Umfrage der Fachzeitschrift "Boxsport" zum Boxer beziehungsweise Trainer des Jahres gewählt. Und dafür wurden beide von SES-Promoter Ulf Steinforth noch einmal in den Ring des Hotels Maritim gebeten und entsprechend gewürdigt.

Deines gewinnt durch Knockout

Für SES-Halbschwergewichtler Adam Deines war der Kampf gegen den Ungarn Zoltan Sera eine bessere Trainingseinheit. In der 3. Runde knockte Deines seinen Gegner nach zwei Minuten aus. Trainer Dirk Dzemski: "Das war trotzdem wichtige Wettkampfpraxis. Er musste Gewicht machen. Und auch die die Anspannung ist in einem Wettkampf immer eine ganz andere."

Unerwartet über acht Runden musste dagegen SES-Mann Mohammed Rabii im Superweltergewicht gehen. Das 3:0-Punkturteil gegen Rafael Jackiewicz (Polen) war aber eindeutig.   

Drei schnelle Kämpfe

Die ersten drei Kämpfe, alle im Schwergewicht, waren schnell beendet. Erik Pfeifer aus Hamburg jubelte schon nach 2:23 Minuten in der 1. Runde über einen K.o.-Sieg gegen Angelo Rizzo (Italien). Auch Danilo Milacic, ebenfalls aus Hamburg, machte in der 2. Runde vorzeitig Schluss gegen den Bulgaren Zheko Zhekov. Und Hussein Muhamed aus Köln siegte in der 4. Runde, weil sein Gegner Alex Mazikin aufgab.