Magdeburg l Promoter Ulf Steinforth und seine Boxer wollen auch gleich in die Vollen gehen, so dass sich die Box-Fans aus der Region die ersten beiden Termine im Kalender schon mal notieren können: Am 3. Februar steht in Halle eine SES-Box-gala an. Hauptkämpfer ist dann Schwergewichtler Tom Schwarz. Genau einen Monat später, am 3. März in Weißenfels, dreht sich alles um Dominic Bösel und das Rematch gegen Europameister Karo Murat.

Schwarz ist froh, wenn 2017 rum ist

Geht es nach Tom Schwarz, dann kann er gar nicht schnell genug das Jahr hinter sich lassen. Dabei fing im Frühling alles so gut an: In Erfurt setzte der 24-jährige Doppel-Junioren-Weltmeister den Bosnier Adnan Redzovic (40) im Kampf um seinen ersten Männer-Gürtel (WBO-Interconti-Meisterschaft) schon in der 2. Runde schachmatt. Und Schwarz tönte: „Wer mich besiegen will, muss mich umbringen. Das ist Fakt! Gebt mir zwei, drei Jahre – dann hole ich einen ganz großen Titel.“

Um so heftiger war der Schuss vor den Bug, der ihn im September ereilte: Schwarz verletzte sich in Vorbereitung auf seine erste Titelverteidigung so schwer an der Halswirbelsäule, dass er operiert werden musste. Nun also startet die Magdeburger Schwergewichtshoffnung im Februar sein Comeback.

Hoffen auf WM-Kampf

Promoter Steinforth hofft, dass ihm das Jahr 2018 endlich die ersehnte Chance auf einen WM-Kampf in der Königsklasse zuschanzt, schließlich hat er mit Europameister Agit Kabayel noch ein zweites, sehr heißes Eisen im Feuer: „Zu Zeiten der Klitschkos herrschte wenig Bewegung im Schwergewicht. Das hat sich nach den Rücktritten geändert. Es gibt etliche Weltmeister, und das erhöht die Möglichkeit, um eine WM zu boxen.“

Neues Jahr, neue Chance, neues Glück heißt es auch für Dominic Bösel. Hinter dem Halbschwergewichtler aus Freyburg liegt ein Seuchenjahr: Nicht nur, dass er unfreiwillig viele Trainingspausen einlegen musste. Gesundheitlich angeschlagen, kassierte der 28-Jährige gegen Murat die erste Niederlage seiner Karriere. Auch seine drei Interconti-Gürtel (WBO, WBA IBF) waren futsch. Obendrein erlitt Bösel in der Vorbereitung auf den EM-Rückkampf einen Bruch der Kieferhöhle, so dass das Duell verschoben werden musste: „Dieses Jahr war sehr schmerzhaft, so viele Verletzungen hatte ich noch nie. Das war echt gruselig.“ Es kann also nur besser werden. Am 3.  März heißt es für ihn: Zurück in die Zukunft.