Magdeburg l Nina Meinke zählt innerlich schon die Minuten runter, bis es Samstagabend zu ihrem zwölften Profikampf in den Ring geht. „Ich habe so lange nicht geboxt und will endlich zeigen, wofür ich zuletzt so hart trainiert habe“, erzählt die SES-Boxerin erwartungsvoll. In der Corona-Pause hat sie aus der Not eine Tugend gemacht und sogar auf dem Dachboden geschwitzt. Meinke: „So nervig diese lange Pause auch war – ich konnte in dieser Zeit aber auch an einigen Dingen arbeiten, für die man sonst weniger Zeit hat.“

Gegnerin sehr erfahren

Gegnerin im Federgewicht wird die Ungarin Edina Kiss sein. Die 30-Jährige hat schon 27 Profikämpfe bestritten und 15 davon gewonnen. Meinke: „Sie hat eine große Ringerfahrung und einige Kämpfe sogar in den USA bestritten. Trotzdem will ich nicht nur gewinnen, sondern auch überzeugen. Ob es in einem Schlagabtausch ist oder sich ein technisch gutes Duell entwickelt, kann man vorher nie sagen.“

Stolz auf Ehrung als Boxerin des Jahres

Dass zumindest 550 Zuschauer dabei sind, freut die 27-Jährige besonders. „Im Ring selbst kann uns zwar keiner helfen, aber die Emotionen der Zuschauer sind schon wichtig. Deshalb bin ich froh, dass nicht alle Stühle leer bleiben. Sonst ist das ja wie im Sparring“, berichtet Meinke, die in dieser Woche nachträglich die Ehrung als „Boxerin des Jahres“ erhielt. Meinke: „Eine Ehrung, die mich sehr stolz macht und mit der ich nie gerechnet hätte.“