Magdeburg l Die rechte Hand konnte Jurgen Uldedaj nach dem Kampf nur noch zum Jubeln nach oben recken. Denn trotz Handschuhen und dicken Tapes hatte es beim SES-Cruisergewichtler in der vierten von zehn Runden knack gemacht. Mit einer gebrochenen Mittelhand wollte der 21-Jährige schon vorzeitig das Handtuch werfen. Uldedaj: „Aber mein Trainer Dirk Dzemski hat mich immer wieder aufgebaut und angetrieben. Deshalb ein dickes Danke, Coach!“

Sechs Runden nur mit links

Sechs Runden lang konnte Uldedaj im Duell mit Krzysztof Twardowski um den Junioren-Weltmeisertitel der WBC nur noch mit der linken Führhand agieren. „Willst du verlieren? Nein? Dann kämpfe“, spornte ihn Dzemski in den Pausen immer wieder an. Und Uldedaj machte es clever, hielt den Gegner aus Polen geschickt auf Distanz, landete mit der linken Hand auch Treffer und holte sich dadurch sogar noch die letzte Runde.

Operation notwendig

Glücklich und mit Schmerzen taumelte Uldedaj am Ende in seine Ecke und durfte sich über einen klaren Punktsieg freuen: Drei Mal 97:93 werteten die Richter. Aus der Stadthalle ging es dann direkt in die Klinik zum Röntgen, wo der glatte Bruch diagnostiziert werden konnte. Um die Hand richtig zu stabilisieren, wird aber eine Operation nötig sein.