Magdeburg l Marc Timpelan klagt seinen Kollegen Frank Kurz an, ihn verprügelt zu haben und hat Anzeige erstattet. Der bestreitet die Vorwürfe.

Beleidigung un Prügelei?

Wie die Volksstimme erst jetzt erfuhr, soll sich am vergangenen Sonnabend ein folgenschwerer Zwischenfall während des Trainingsbetriebes ereignet haben. „Erst hat er mich vor Zeugen beleidigt, dann aus heiterem Himmel geschlagen und auch noch gegen den Kopf getreten, als ich am Boden lag“, sagte Timpelan über Kurz und führte weiter aus: „Dass ich mich nicht gewehrt habe, hat ihn wohl nur noch wütender gemacht. Aber ich bin die Ruhe in Person, lasse mich nicht provozieren.“

Kurz schilderte die Situation ganz anders. „Alles Quatsch! Es ist absolut gar nichts passiert.“ Auf die Frage, ob es denn überhaupt Kontakt gegeben habe, sagte Kurz: „Das ist völlig normal, dass man sich mal über den Weg läuft. Aber jeder macht sein eigenes Ding.“ Und: „Ich hatte am vergangenen Sonnabend gar keine Zeit für andere Dinge, sondern Training mit einer Ärztin.“

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Immer wieder Drohungen?

Timpelan legte indes gegen Kurz nach: „Er hat schon vielen Prügel angedroht, sich aber immer zurückgehalten. Bis jetzt.“ Und: „Ich vermute, dass da auch der pure Neid eine Rolle spielt, weil er selber nichts zustande bringt.“

Kurz wiederum wirft Timpelan übermäßigen Alkoholkonsum vor und sagte: „Meine Frau und ich haben sogar dafür gesorgt, dass er zum Entzug kommt. Außerdem haben wir ihm gelegentlich beim Verladen geholfen.“

So weit, so schlecht. Timpelan hatte sich nach der vermeintlichen Auseinandersetzung in die Notaufnahme der „Pfeifferschen Stiftungen“ begeben, wo, so der Betroffene, „Prellungen festgestellt wurden. Glücklicherweise konnte ich noch am gleichen Tag aus dem Krankenhaus entlassen werden.“ Trotzdem habe er noch Schmerzen: „Ich bin froh, dass die neue Saison erst in ein paar Wochen beginnt, denn auf einem Pferd kann ich derzeit nur eingeschränkt sitzen.“

Baltus ärgert sich über Kurz

Heinz Baltus, Präsident des Magdeburger Renn-Vereins, der von Timpelan umgehend informiert worden war, erklärte: „Der Verein hat damit nichts zu tun, wenn sich zwei Trainer, die sich nicht ,riechen‘ können, zoffen. Und wenn doch etwas hängenbleiben sollte, kann ich es auch nicht ändern.“

Baltus machte allerdings deutlich, dass er auf Kurz aus einem ganz anderen Grund nicht gut zu sprechen sei: „Wir haben uns von ihm getrennt, weil er über einen längeren Zeitraum die Miete nicht bezahlt hat.“

Die übernimmt nach Volksstimme-Informationen jetzt der Linken-Politiker Harry Czeke (Genthin), so dass Kurz weiterhin seiner Arbeit als Trainer nachgehen kann. Baltus bestätigte das: „Die Miete kommt jetzt immer pünktlich.“

Allerdings will der Vereinschef den unerfreulichen Vorfall nicht einfach so hinnehmen, sondern sich um ein baldiges Hausverbot für Kurz bemühen.