Zeitplan der 22. German Speedweek

DONNERSTAG

ab 10 Uhr: Freies Training FIM EEC und EWC und IDM

16.10 Uhr: Qualifikation IDM-Klassen 300, 600 und 1000

FREITAG

ab 9 Uhr: Freies Training FIM EWC

11.10: Qualifikation IDM-Klassen 300, 600, 1000

13.20 Uhr: Freies Training ADAC Junior Cup by KTM

14.00 Uhr: Qulifikation FIM EWC

16.00 Uhr: Vier-Stunden-Rennen EWC

SONNABEND

9.30 Uhr: Qualifikation IDM 300, ADAC Junior Cup, FIM EWC

13.30 Uhr: Rennen IDM 300, 600 und 1000

18.10 Uhr: Rennen ADAC Junior Cup

SONNTAG

10.10 Uhr: Rennen ADAC Junior Cup und IDM 600

13.00 Uhr: Acht-Stunden-Rennen FIM EWC

LEGENDE:

IDM = Internationale Deutsche Meisterschaft

FIM EEC: Langstrecken-Europameisterschaft

FIM EWC: Langstrecken-Weltmeisterschaft

Oschersleben l Der Dauergast der German Speedweek tritt mit einer neuer Formation und unter neuem Namen an. Wenn das Freie Training zum vorletzten Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft in der Motorsport Arena Oschersleben gestartet wird, ist Lokalmatador Ingo Nowaczyk für ERC-BMW Motorrad Endurance aus Karlsruhe im Einsatz. Nowaczyk hat nämlich nach Jahren mit seiner eigenen Crew das Team gewechselt. Mehr oder weniger. Die neue Gemeinschaft ist in gewisser Hinsicht eine Fortführung seiner NRT64-Mannschaft.

Die aber gibt es nicht mehr. Und wenn man dem Oschersleber schon in den vergangenen Jahren genau zugehört hat, war es tatsächlich nur eine Frage der Zeit, wann er sich neu orientieren würde. „Ich hatte so viele Helfer und Unterstützer, aber ich konnte einfach nicht verlangen, dass sie ihren Urlaub opfern“, sagt er. Zudem: „Die finanziellen Mittel reichten eben nicht, um eine komplette WM-Saison zu fahren. Und irgendwann wollte ich das Risiko nicht mehr alleine tragen“, begründet der 47-Jährige.

Jetzt in der Superbike-Wertung

Damit ist nach der vergangenen Saison eine Ära zu Ende gegangen. Seit 1999 ist Nowaczyk als Mechaniker bei der Speedweek dabei. Von 2002 an schickte er ein Team des TSV Völpke zehn Jahre lang und ausschließlich zum Lauf in Oschersleben an den Start. Danach kämpfte NRT64 um WM-Punkte in der Superstock-Klasse. Größte Erfolge: der dritte Platz beim 24-Stunden-Lauf in Bol d‘or (Frankreich) 2016, der dritte Platz in der Gesamtwertung in der Saison 2016/17.

20 Jahre Motorsport Arena Oschersleben

Oschersleben (dh) l Am 25. Juli 2017 feierte die Motorsport Arena Oschersleben ihren 20. Geburstag. Pressesprecher Marcel Orban hat zu diesem Anlass 20 Geschichten aus 20 Jahre in einem Buch gesammelt - in Text, Bild und mit O-Tönen der Protagonisten.

  • Marcel Orban ist 32 Jahre und seit 2009 Sprecher der Arena. In neun Monaten hat er das Buch fertiggestellt. Foto: Daniel Hübner

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  • Der Pfarrer und das Double (2003): In der Serie

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  • Nico Rosberg (mit Nummer 220), 2016 Formel-1-Weltmeister, kämpfte vor 17 Jahren in Oschersleben um die Kart-Europameisterschaft. Foto: Motorsport Arena

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  • Das Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) zog bis 2015 jährlich mehr als 60 000 Zuschauer nach Oschersleben. Nach zweijähriger Pause soll die Serie 2018 in die Arena zurückkehren. Foto: Hardy Gertz

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  • Am Anfang war das Gerüst: Beginn der Bauarbeiten war am 8. Juli 1996. 58 Millionen Euro wurden damals in die Arena investiert. Foto: Motorsport Arena

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  • Immer wieder gern gesehen: Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher (r.) drehte in der Arena auch auf dem Motorrad seine Runden - wie im Jahr 2006. Foto: Hardy Gertz

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  • Der Dauerbrenner: Seit dem Jahr der Eröffnung trägt die Motorsport Arena die German Speedweek für Motorradteams aus. Seit zwei Jahren geht es dort im Acht-Stunden-Lauf um WM-Punkte für die Langstrecken-Weltmeisterschaft. Foto: Motorsport Arena

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  • Ralph Bohnhorst ist  Mann der ersten Arena-Stunde und seit Oktober 2016 neben Stefan Wendt und Tino Flügel einer der drei Geschäftsführer. Das Trio folgte Thomas Voss, der wiederum die Geschäfte von Peter Rumpfkeil übernommen hatte. Foto: Daniel Hübner

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  • Der Gänsehautmoment: 2005 fuhr Alex Zanardi (2. v. r.) zu seinem ersten Sieg in der Touren-Wagen-Weltmeisterschaft seit seinem Comeback. Der Italiener, der 2001 bei einem Horrorunfall auf dem Lausitzring beide Beine verloren hatte, gewann in einem eigens für ihn umgebauten BMW. Foto: Hardy Gertz

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  • Mick Schumacher ist längst in die Fußstapfen seines Vaters Michael getreten. In der Arena fuhr er im vergangenen Jahr Rennen in der Formel 4. Foto: dpa

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Mit dem neuen Team, mit dem er schon 2018 zusammengearbeitet hat, soll etwas gelingen, was Nowaczyk noch nie geschafft hat: ein Sieg in der Arena. Diesmal in der Superbike-Wertung. „Ich habe allen gesagt: Diesmal gewinnen wir, das ist mein Zuhause“, sagt er und ergänzt: „Auch wenn die Konkurrenz natürlich hart ist.“ Und wenngleich die Vorzeichen nicht sonderlich gut stehen.

Drei Starts bislang, dreimal ausgeschieden

Drei Starts wurden in der diesjährigen WM absolviert. In Bol d‘or und Le Mans (beide Frankreich) sowie auf dem Slovakiaring. Und jedes Mal kam das vorzeitige Aus. „Wir hatten immer wieder Pech“, erklärt Nowaczyk. Mal stürzte einer der drei Piloten zu nächtlicher Stunde auf Öl, mal „kamen sie mit der Strecke nicht zurecht“, berichtet der Crew-Chef. Beim Acht-Stunden-Rennen in der Arena, das am Pfingstsonntag um 13 Uhr gestartet wird, sollen es die Fahrer Kenny Foray, Julien Da Costa und Mathieu Gines (alle Frankreich) auf der BMW 1000 RR also richten. Es wäre schon vor dem Finale in Suzuka (Japan) ein versönlicher Abschluss, denn an den Titel ist für ERC BMW nicht mehr zu denken.

Eines wird sich für Nowaczyk bei seiner Rückkehr mit dem neuen Team ganz sicher nicht ändern: die Boxennummer. In der Nummer 16 stellt sein Team das Equipment auf, werden die Getränke und Vitamine für die pausierenden Piloten gereicht. In der 16 will Nowaczyk aber nicht nur an diesem Sonntag jubeln. Sein Ziel: „Bis ich 50 bin, möchte ich Weltmeister sein.“

Tickets finden Sie hier.