Magdeburg l Er will es noch einmal wissen: Heinz Baltus ist kürzlich erneut zum Präsidenten des Magdeburger Renn-Vereins gewählt worden und möchte in seiner vierten Amtszeit den Verein weiter voranbringen.

2010 legte der selbständige Unternehmer in Magdeburg los, hat in dieser Zeit viel bewegt und ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Bestätigt im Amt wurden am Wahlabend im Übrigen auch Bernd Busse als Vize-Präsident, Denny Hitzeroth als Schatzmeister und die Beisitzer.

Drei Gründe waren es, die Baltus bewogen hatten, erneut zu kandidieren. „Erstens sehe ich niemanden, der übernehmen könnte. Zweitens macht es mir weiterhin viel Spaß. Und drittens ist noch längst nicht alles zu Ende gebracht.“

Damit meint der Club-Chef kurzfristig die baulichen Veränderungen auf dem Herrenkrug-Gelände, die da heißen: neuer Sanitärbereich („Zum dritten Renntag sollte alles fertig sein“) und Renovierung der Wohnungen. „Ideal wäre es natürlich, wenn wir einen jungen Trainer finden, der dort auch einzieht“, so Baltus.

Neue Startmaschine und hohe Preisgelder

Mittelfristig soll eine neue Startmaschine angeschafft und das eine oder andere „gehobene Rennen“, wie Baltus es formuliert, ausgetragen werden: „Ich denke da an Listenrennen mit Preisgeldern in Höhe von 30 000 bis 40 000 Euro.“

Zur derzeit guten Laune des vitalen Noch-65-Jährigen tragen aber auch zwei Dinge bei, die zuletzt für ziemlichen Wirbel gesorgt hatten. Zum einen befindet sich die in Mitleidenschaft gezogene Bahn nach einem Kraftakt wieder in tadellosem Zustand. „Glatt wie ein Kinderpopo“, so der Präsident schmunzelnd.

Zum anderen gibt es eine unerwartete Einigung mit den Trabern. Hintergrund: Baltus hatte sich nach einem Streit mit dem Traberdachverband in Berlin überworfen („Sie verstoßen gegen ihre eigene Satzung“) und wollte keinerlei Rennen mehr in Magdeburg durchführen. Dann die überraschende Wende. „Mich haben viele Besitzer und Trainer angerufen und ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht, weil es ihnen so gut bei uns gefallen hat“, berichtete Baltus und sprach nun von „einer Art Kompromiss“. Der sieht so aus, dass es doch weiterhin Trabrennen gibt, allerdings für 2019 nur zwei oder drei Starts am Himmelfahrtstag am 30. Mai.