Magdeburg l „Gleich zwei fahrerlose Pferde beim Trabrennen hat es bei uns noch gar nicht gegeben. Dass in solchen Momenten etwas passiert, ist natürlich meine größte Sorge. Ich denke, wir müssen den Zuschauerbereich künftig noch besser schützen“, sagte Baltus am Freitag.

Mehrere Zwischenfälle

Im dritten Rennen hatte der sechsjährige Berliner Wallach „Nemo“ sogar die Bahn verlassen und Kurs Richtung VIP-Gäste genommen, ehe er rechtzeitig eingefangen werden konnte. Ein Besucher meinte am Donnerstag spontan: „Heute wird einem ja so ziemlich alles geboten ...“

Mittlerweile steht fest, dass, so Baltus, „Pferd und Fahrerin zum Glück nichts passiert ist“. Auch im letzten Trabrennen kam es zu einem Störfall, als sich die fünfjährige Stute „Sister Act“ ebenfalls losgerissen, nach zwei Runden auf der Bahn aber müde gelaufen hatte.

Hervorragender Umsatz

Bis auf diese beiden Ereignisse war es aber ein nahezu perfekter Renntag. Das spiegelte sich auch im Umsatz wider. Baltus nannte die mehr als 75.000 Euro (entsprach 69 Prozent) auf der Bahn „sensationell“. Insgesamt lag die Zahl bei knapp 110.000 Euro. „Noch im vergangenen Jahr hatten wir in jedem Trabrennen Wettrückgänge zwischen 20 und 25 Prozent. Diesmal war es permanent gleich. Das zeigt, dass die Leute Trabrennen angenommen haben“, so der 64-Jährige. Gleichwohl betonte er: „Wir sind immer noch ein Galopprenn-Verein und werden es auch bleiben.“

Wie sehr es aber den Trabrennfahrern in Magdeburg gefiel, beweist die Aussage des Berliner Champions Thorsten Tietz: „Hier herrscht wirklich eine tolle Atmosphäre. Wenn einem auf der Tribüne so zugejubelt wird, zeigt man auch als Fahrer Reaktionen und Emotionen, fühlt sich einfach geehrt und möchte etwas zurückgeben.“

Der nächste Renntag, wo dann ausschließlich wieder die Galopper am Start sind, findet am 24. Juni (Sonnabend) statt.