29 Nominierte

Frauen mit Norm (6): Leonie Beck (400 und 800 m Freistil), Lea Boy (1500 m Freistil), Franziska Hentke (200 m Schmetterling), Angelina Köhler (100 m Schmetterling), Sarah Köhler (800, 1500 m Freistil), Laura Riedemann (100 m Rücken)

Männer mit Norm (7): Philipp Heintz (200 und 400 m Lagen), Marco Koch (200 m Brust), Marius Kusch (100 m Schmetterling), Max Pilger (200 m Brust), David Thomasberger (200 m Schmetterling), Florian Wellbrock (400, 800, 1500 m Freistil), Ruwen Straub (1500 m Freistil)

8 Staffeln: 16 Athleten (7 Frauen, 9 Männer) plus 3 Schwimmer mit Einzelnorm

Magdeburg l Marcus Herwig hat zumindest in diesem Jahr die Hoffnung auf einen Start beim Saisonhöhepunkt aufgegeben. Er brauche eine Pause, teilte der Schwimmer vom SCM seinem Trainer Bernd Berkhahn mit – kurz nach dem Höhentrainingslager im März in der Sierra Nevada (Spanien). Über 1500 Meter Freistil hätte der 23-Jährige die Norm für die Weltmeisterschaft in Gwangju (Südkorea/12. bis 28. Juli) angreifen können. Auch über die fünf Kilometer im Freiwasser.

Herwig wird also den WM-Kader mit 29 nominierten Beckenschwimmern, darunter 13 mit Einzelnorm und 16 Staffelstarter, nicht erweitern. Diese Unglückszahl 13 ist für Berkhahn, Teamchef des Deutschen Schwimmverbandes (DSV), eine gute Zahl nach dem ersten Qualifikationsabschnitt. „Angelina Köhler und Laura Riedemann haben besonders begeistert. Dass zwei so junge Sportlerinnen die Norm geschafft haben, ist natürlich schön“, sagte der 48-Jährige.

Während Riedemann (21 Jahre/Halle) über 100 Meter Rücken und Köhler (18/Hannover) postiv überraschten, waren die Normen bei den anderen Athleten erwartbar. Auch bei Franziska Hentke, Sarah Köhler und Florian Wellbrock aus der SCM-Trainingsgruppe, die das Magdeburger WM-Team mit den Freiwasser-Athleten Finnia Wunram und Rob Muffels komplettieren.

Berkhahn hofft nun, dass bis zum Ende des zweiten Qualifikationsabschnittes am 12. Mai noch einige nachlegen können: wie der Potsdamer Rücken-Spezialist Christian Diener oder Johanna Roas (Freistil-Strecken) und Alexandra Wenk (200 m Lagen) aus Berlin, die alle bei der Norddeutschen Meisterschaft am Wochenende in der Elbehalle starten. Oder wie die Gladbeckerin Jessica Steiger auf den Brust-Distanzen: „Ihr hatten wir die Einzelnorm und eine entsprechende Präsenz auf ihren Strecken zugetraut“, sagte Berkhahn. „Das ist bislang nicht der Fall.“

Nicht im Einzel, aber in der Staffel. Voraussichtlich alle acht Damen-, Herren- und Mixed-Teams über 4x100 und 4x200 Meter Freistil sowie 4x100 Meter Lagen wird Berkhahn in Gwangju an den Start schicken. In den sechs olympischen Staffeln (Damen und Herren) soll mit einem Top-Zwölf-Platz das Ticket für die Sommerspiele 2020 in Tokio gelöst werden.

Diejenigen aus dem Olympia- und Perspektivkader des DSV, die die Titelkämpfe verpassen, können sich bei den Irish Summer Nationals in Dublin (24. bis 28. Juli) beweisen. 24 Athleten wird Berkhahn dafür nominieren. Berkhahn: „Es geht auch für diese Sportler darum, den Rhythmus des Olympia-Jahres zu festigen.“