DOSB-MitgliederversammlungStrategie für Olympia-Bewerbung verabschiedet

Von dpa Aktualisiert: 07.12.2022, 17:55
Das Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).
Das Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Sebastian Gollnow/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Frankfurt/Main - Die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes hat eine „Strategie für eine mögliche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele“ einstimmig beschlossen.

Mit diesem Beschluss in Baden-Baden wurde der DOSB beauftragt, im kommenden Jahr eine qualifizierte Grundsatzentscheidung vorzubereiten, ob es eine Bewerbung geben soll sowie wann und mit welchen Städten sie in Angriff genommen werden könnte. Dazu gehört ein Dialog mit dem Sport, der Politik und vor allem der Gesellschaft.

Erst Ende 2023 soll der DOSB-Konvent entscheiden, ob, für welches Jahr, mit welchen Städten und unter welchen Bedingungen sich Deutschland bewirbt. In den vergangenen drei Jahrzehnten waren sechs Bewerbungsversuche erfolglos geblieben, einige waren am Bürgerwillen gescheitert.

Bis Februar 2023 soll nun eine Stabsstelle mit vier Mitarbeitern die inhaltliche und organisatorische Planung übernehmen. Die Kosten für die einjährigen vorbereitenden Maßnahmen von rund 960 000 Euro werden vom DOSB getragen. Anders als bei anderen Versuchen sollen sich nicht mehr Städte selbst als Austragungsorte bewerben. Vielmehr will der DOSB ausloten, mit welchen Städte man sich am erfolgreichsten bewerben könnte.

Mit Vertretern aus Hamburg, München und Nordrhein-Westfalen (Rhein-Ruhr-Initiative) wurde bereits gesprochen, mit Berlin ist ein Gespräch vereinbart. Ein zentrales Element einer Bewerbung soll die 100-prozentige Nutzung von vorhandenen Sportstätten sein. Kandidaturen wären für Winterspiele 2034 oder 2038 denkbar, für Sommerspiele in den Jahren 2036 oder 2040.