Olympia

Trippel hat Judo-Silber sicher - Scoccimarro lockt Bronze

Bis zum fünften Tag der Judo-Wettkämpfe muss das deutsche Team in Tokio warten, dann holt Eduard Trippel die erste Medaille. Er greift nun sogar nach dem ersten Olympia-Gold im Judo seit 13 Jahren.

Von dpa
Eduard Trippel (blau) kämpft in Tokio um Gold.
Eduard Trippel (blau) kämpft in Tokio um Gold. Vincent Thian/AP/dpa

Tokio - Judoka Eduard Trippel hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die Silber-Medaille sicher. Der 24-Jährige aus Rüsselsheim zog am Mittwoch durch einen Halbfinal-Sieg gegen den Türken Mihael Zgank ins Finale der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm ein.

Dort kämpft Trippel im legendären Nippon Budokan in Tokio gegen den Russen Michail Igolnikow oder gegen Lascha Bekauri aus Georgien um die erste Gold-Medaille für den Deutschen Judo-Bund seit dem Olympiasieg von Ole Bischof 2008. Es ist die erste Medaille für das Team des Deutschen Judo-Bundes in Tokio, Giovanna Scoccimarro hat zudem am Mittwoch noch die Chance auf Bronze in der Klasse bis 70 Kilogramm.

Scoccimarro im kleinen Finale

Die 23-Jährige aus Wolfsburg setzte sich in der Hoffnungsrunde gegen Elisavet Teltsidou aus Griechenland durch und kämpft nun gegen die Weltranglisten-Dritte Sanne van Dijke im kleinen Finale. Scoccimarro entschied den Kampf erst nach 2:42 Minuten in der Verlängerung durch Ippon für sich. Zuvor hatte die Weltranglisten-Neunte durch eine Viertelfinal-Niederlage gegen die japanische Favoritin Chizuru Arai in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm den Halbfinal-Einzug verpasst.

Für Trippel, einen der Jüngsten im deutschen Judo-Team in Tokio, ist die Medaille der bislang größte sportliche Erfolg seiner Karriere. Der Rüsselsheimer zeigte bei seinen ersten Spielen einen starken Wettkampf und schaltete die in der Weltrangliste höher eingestuften Krisztian Toth aus Ungarn und Nemanja Majdov aus Serbien aus.

Trippel selbst hatte vor den Olympischen Spielen selbstbewusst eine Medaille als Ziel ausgegeben und die Verschiebung der Wettkämpfe wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr als großen Vorteil genannt. „Heute nehme ich das zusätzliche Jahr Vorbereitung als Segen wahr“, hatte der 24-Jährige gesagt, der zuletzt unter anderem beim Masters in Doha 2021 Bronze und bei der WM 2018 Platz fünf erobert hatte.

Giovanna Scoccimarro (weiß) im Kampf gegen die Australierin Aoife Coughlan.
Giovanna Scoccimarro (weiß) im Kampf gegen die Australierin Aoife Coughlan.
Vincent Thian/AP/dpa