Moskau (dpa) - Die deutschen Kletterinnen haben bei der EM in Moskau mit drei Finalteilnahmen in der Disziplin Bouldern überzeugt, eine Medaille aber knapp verpasst.

Im Finale der besten Sechs landeten Lucia Dörffel, Alma Bestvater und Afra Hönig auf den Plätzen vier bis sechs. Die erst 20 Jahre alte Sächsin Dörffel feierte die erste Finalteilnahme ihrer Karriere im Elitebereich. Im Bouldern, also dem Klettern von kurzen, schwierigen Elementen im Absprungbereich, wurde Dörffel erst auf der letzten Route noch vom Bronzerang verdrängt. Gold holte sich Lokalmatadorin Viktoria Meschkowa vor Chloe Caulier aus Belgien und der Serbin Stasa Gejo.

Bei den Europameisterschaften in Russland steht für die Sportlerinnen des Deutschen Alpenvereins (DAV) die Olympia-Quali im Fokus. Das letzte Ticket für Tokio 2021 wird im Kombinationswettkampf vergeben, der am Freitag und Sonntag ansteht. "Das Wichtigste ist die Olympia-Quali, und die Mädels haben heute gezeigt, dass sie im richtigen Moment aufdrehen können", sagte Bundestrainer Urs Stöcker.

Deutsche Männer sind in Moskau nicht am Start, weil sich Alexander Megos und Jan Hojer die zwei möglichen Olympia-Startplätze bereits gesichert haben. Aus Vorsichtsgründen in der Corona-Zeit entschied der DAV deshalb, keine Männer zur reinen EM ohne Olympia-Aussichten zu schicken. Auch etliche andere Spitzenkletterinnen, die ebenfalls schon für Tokio qualifiziert sind, verzichteten auf die EM.

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