München (dpa) - Sechs deutsche Kletterer kämpfen um die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Gut eineinhalb Jahre vor der Premiere der Sportart bei Sommerspielen nominierte der Deutsche Alpenverein in dieser Woche zwei Frauen und vier Männer in sein Olympia-Fokusteam.

Dieses Sextett soll gezielt auf die Qualifikation für das Großereignis vorbereitet werden, um die von August 2019 bei der WM in Japan bis Anfang 2020 geklettert wird. Der DAV kann maximal zwei Frauen und zwei Männer zu den Sommerspielen schicken.

Zu den Anwärtern auf einen der Startplätze gehört Alexander Megos, der WM-Dritte in der Teildisziplin Lead. Der 25 Jahre alte Erlanger ist einer der besten Felskletterer der Welt. Er hatte nach der Weltmeisterschaft in Innsbruck zuletzt aber offengelassen, ob er sich für Olympia künftig auf das Wettkampfklettern konzentrieren will oder weiter frei klettert und dafür auf die Sommerspiele verzichtet.

Neben Megos ist Jan Hojer der aussichtsreichste Kandidat auf einen der zwei Männer-Plätze im Olympia-Team. Der 26-jährige Frankfurter holte bei der WM Bronze in der neuen Disziplin Olympic Combined, die als einzige in Tokio 2020 auf dem Programm steht. Außerdem gehören David Firnenburg (Köln) und Yannick Flohé (Aachen) sowie bei den Frauen Alma Bestvater (Weimar) und Hannah Meul (Köln) zum Fokusteam.

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Porträt Megos auf Homepage des Weltverbandes IFSC

Porträt Hojer auf Homepage des Weltverbandes IFSC