Leipzig (dpa) - Der Deutsche Kanu-Verband will alle geplanten Veranstaltungen ab 30. Juni austragen, teilte das DKV-Präsidium mit.

Das Gremium sehe "derzeit keine Notwendigkeit, Veranstaltungen nach dem Stichtag Ende Juni abzusagen" und setze alles daran, dass die Events wie geplant durchgeführt werden können. "Dennoch behält man sich im Präsidium vor, die Situation jederzeit neu bewerten zu können", hieß es in der Mitteilung. Eine abschließende Bewertung zur Saison 2020 solle spätestens am 30. Juni erfolgen.

"Wir haben uns bereits mehrere Szenarien überlegt, wie die Paddel-Saison noch gerettet werden kann", meinte DKV-Präsident Thomas Konietzko und erklärte: "In vielen Disziplinen haben wir am Ende des Jahres Deutsche Meisterschaften anstehen, die wir auch gerne durchführen möchten. Daher steht die Abstimmung mit der Politik, den Ausrichtern und allen weiteren Beteiligten im Fokus unserer Arbeit."

Auch in der Trainerfrage gibt es einen klaren Standpunkt in Vorbereitung auf Tokio 2021. "Der Termin ist zwar ein Jahr später und das stellt uns vor neue Herausforderungen, wie die Durchführung von Trainingslagern in den USA, aber beispielsweise wird sich nichts an Trainerstäben oder Quotenplätzen ändern", sagte Sportdirektor Jens Kahl.

Die noch fehlenden Qualifikationswettkämpfe für Quotenplätze sollen ausgetragen werden. Der Kanu-Weltverband ICF will am 30. April entscheiden, wie die Saison der Slalom-Kanuten aussehen wird. Nachdem wegen der Corona-Krise zunächst alle Weltcups und auch die als letzte Olympia-Qualifikation geplante EM abgesagt wurde, sollen nun neue Termine bis in den Spätherbst festgelegt werden. Weltcups sollen in diesem Jahr noch in Ivrea (Italien), Pau (Frankreich), Liptovsky (Slowakei), Prag und Markkleeberg bei Leipzig stattfinden.

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