Mainz (dpa) - Triathlon-Superstar Jan Frodeno hat sein Engagement beim Ausdauerteam aus dem Königreich Bahrain erklärt und gerechtfertigt.

Es sei auch für ihn immer so eine "prekäre Situation", sagte der dreimalige Ironman-Weltmeister im "aktuellen Sportstudio" des ZDF. "Ich stimme da nicht mit allem überein, ganz und gar nicht, was da politisch passiert. Dennoch bin ich der Meinung, dass die aktive Rolle dort mehr bringt als mit dem Finger drauf zu zeigen", erklärte der 38-Jährige.

Frodeno gehört seit der Gründung des Bahrain Endurance13 Teams Anfang 2015 dazu. Im selben Jahr im Oktober gewann Frodeno erstmals die Ironman-WM, 2016 siegte er erneut, vor zwei Wochen machte Frodeno seinen dritten Triumph auf Hawaii perfekt.

Neben ihm gehören auch andere Topstars der Szene wie der mehrfache Kurzstrecken-Weltmeister Javier Gomez aus Spanien, der zweimalige Olympiasieger Alistair Brownlee aus Großbritannien oder die viermalige Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf aus der Schweiz dem Team an, das Prinz Nasser al-Khalifa aus der Königsfamilie, die immer wieder von Menschenrechtsorganisation schwer kritisiert wird, gegründet hat. Anfangs startete auch Frodeno-Kumpel Sebastian Kienle für das Bahrain-Team. Der Ironman-Weltmeister von 2014 war später aber wieder ausgestiegen.

"Ich bin jedes Jahr dort in der Region", sagte Frodeno im ZDF. "Wir sind dort in Schulen unterwegs, fahren mit Amateuren Rad. Wir leben den Sport dort vor und sehen, wie er dort über die Jahre gewachsen ist", sagte er. "Das gibt mir persönlich mehr, als wenn ich von außen da stehe und sage: Ihr macht alles falsch, wir machen es besser und ich gehe nach Hause und vergesse es."

Athleten beim Bahrain Endurance13 Team

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