Raipur (dpa) – Die deutschen Hockey-Herren bleiben unter ihrem neuen Bundestrainer Valentin Altenburg sieglos. Nach der 1:4 (0:3)-Niederlage gegen Australien im Viertelfinale des Endturniers der World League im indischen Raipur saßen die Spieler niedergeschlagen um die Mannschaftsbank herum.

Es ist mega-frustrierend, ausgeschieden zu sein. Aber es war wichtig, das Spiel gegen Australien gehabt zu haben, sagte Altenburg. Wie bereits in den drei Vorrundenpartien spielte der Olympiasieger phasenweise stark auf, war aber im Torabschluss deutlich zu harmlos. Nach vier Partien stehen gerade einmal drei Treffer auf der Haben-Seite. Es zieht sich schon durchs ganze Turnier, dass wir unsere Chancen nicht nutzen, monierte Stürmer Christopher Rühr, der das zwischenzeitliche 1:3 markierte.

Jeremy Hayward (4. Minute) hatte den Weltmeister per Strafecke in Führung gebracht, ehe Jamie Dywer (5.) nur eine Minute später auf 2:0 erhöhte. Rühr meinte: Da haben wir zweimal schlecht verteidigt, das haben wir uns anders vorgenommen. Nach dem frühen Rückstand kontrollierte der Olympiasieger die Partie, erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten, kam aber nicht zum Abschluss. Oliver Korn (19.) scheiterte am Pfosten, Oskar Deecke (22.) vergab einen Siebenmeter.

Kurz vor der Halbzeitpause erhöhten die effizienten Kookaburras auf 3:0 durch Matthew Dawson (27.), ehe Rühr nach Wiederanpfiff (40.) zum 1:3 traf. Altenburg meinte: Wir haben immer weiter auf das nächste Tor gedrängt, müssen aber einfach mehr aus unseren Chancen machen. Den 1:4-Endstand besorgte Glenn Turner (60.) in der Schlussminute.

Das ist absolut enttäuschend, wir hätten mit der Leistung das Halbfinale verdient gehabt, sagte Rühr, dessen Team sein mit Abstand bestes Turnierspiel ablieferte. Dem stimmte auch der Bundestrainer zu: Die Niederlage ist gerade deswegen so hart, weil wir so gut gespielt haben.

Abhängig von den Ergebnissen der übrigen Viertelfinalpartien wird Deutschland nun am Freitag oder Samstag um Platz fünf oder Platz sieben spielen.

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