Japan (dpa) - Da gratulierte sogar der japanische Premierminister. Die Rugby-Auswahl des Gastgebers hat bei der WM eine riesige Überraschung geschafft und darf nach dem 19:12 (9:12) gegen Irland sogar auf den Einzug in das Viertelfinale hoffen.

"Das war ein großer Sieg, möglich gemacht durch Teamarbeit. Danke für ein unglaublich spannendes Spiel", schrieb Japans Regierungschef Shinzo Abe nach dem Erfolg. Die als Weltranglisten-Erste ins Turnier gestarteten Iren lagen schon 12:3 vorn, schafften in der zweiten Halbzeit aber keinen Punktgewinn mehr.

Die Japaner hatten bereits das Eröffnungsspiel gegen Russland gewonnen. Mit neun Zählern stehen sie an der Spitze der Gruppe A und damit dicht vor dem Einzug unter die letzten acht. Bei ihnen wurden Erinnerungen an die Weltmeisterschaft 2015 in England wach, als sie gegen die hochfavorisierten Südafrikaner gewannen. Dieser auch "Das Wunder von Brighton" genannte Erfolg gilt als eine der größten Überraschungen der WM-Geschichte.

Im japanischen Team spielen auch viele Profis aus anderen Rugbynationen, die nach einigen Jahren im Land naturalisiert wurden. "Ich habe schon in einigen Stadien gespielt, habe in Brighton gegen Südafrika gewonnen, aber das war das beste Stadion, in dem ich in meinem Leben gespielt habe", sagte Japans Kapitän Michael Leitch.

Die Südafrikaner, die zum Turnierauftakt das Favoritenduell gegen Neuseeland verloren hatten, setzten sich im Nachbarschaftstreffen mit Namibia mit 57:3 (31:3) durch.

Das Team aus Wales gewann erstmals seit 28 Jahren bei einer WM wieder gegen Australien und hat nach dem 29:25 (23:8)-Erfolg am Sonntag in Tokio ebenfalls beste Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. Die Waliser führen die Gruppe D mit zwei Siegen und neun Punkten vor Australien an, das sechs Zähler hat. Der Erst- und Zweitplatzierte aus jeder der vier Fünfer-Staffeln ziehen in das Viertelfinale ein. Die Teams auf Rang drei sind für die kommende WM qualifiziert.

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