Hobart (dpa) - Die stark verjüngten deutschen Hockey-Teams sind mit einem Remis und einer Niederlage in die neue Pro League der weltbesten Nationalmannschaften gestartet.

Die DHB-Herren mussten sich in Hobart Gastgeber Australien trotz einer guten Leistung und der Tore von Florian Fuchs und Lukas Windfeder 2:4 (2:2) geschlagen geben. Anschließend erkämpften die deutschen Damen dank zweier Strafecken-Tore von Hanna Granitzki gegen die Australierinnen ein hochverdientes 2:2 (1:1). Im Penalty-Schießen, bei dem in dem neuen Format des Weltverbandes FIH ein Extra-Punkt vergeben wird, behielten dann aber die Gastgeberinnen mit 3:1 die Oberhand.

"Insgesamt bin ich über das Ergebnis enttäuscht. Es ist gar nicht schlecht, in Australien einen Punkt mitzunehmen, aber wir hätten das Match gewinnen müssen", sagte Damen-Coach Xavier Reckinger nach dem vor allem in der zweiten Halbzeit überlegenen Auftritt. Im Shootout kam dann auch noch Pech hinzu: Nach der Führung durch Nike Lorenz traf auch Franzisca Hauke, doch der Treffer wurde nach Videobeweis wegen knapper Zeitüberschreitung wieder zurückgenommen.

Die DHB-Herren überzeugten mit einer vor allem kämpferisch starken Leistung. "Das war ein Spiel mit gutem, hohem Einsatz, aber einem unbefriedigenden Ergebnis", befand Bundestrainer Stefan Kermas. Die entscheidenden Treffer nach der Pause seien möglich geworden, "weil wir körperlich etwas eingebrochen sind und die Konter der Australier nicht mehr effektiv verteidigt haben." Für beide DHB-Teams geht die Pro League schon am Freitag in Christchurch gegen Neuseeland weiter.

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