Berlin (dpa) - Die deutschen Schwimmer sind mit gemischten Gefühlen zur Kurzbahn-EM nach Israel abgeflogen. Bei mir bleibt ein klein bisschen ein mulmiges Gefühl, das hatte ich von Anfang an. Das werde ich auch nicht los werden, berichtete Chefbundestrainer Henning Lambertz vor dem Abflug.

Über die dortige Sicherheitslage machten sich einige der 27 Athleten gar keinen Kopf, andere denken schon ein bisschen drüber nach.

Angesichts der sich häufenden Anschläge ist Israel für Lambertz ein ein brisanter Ort. Es ist die ein oder andere Bombe im Land explodiert, es bleibt das Gefühl, dass man sagen muss: Hoffentlich nicht in unserer Nähe. Verbandspräsidentin Christa Thiel glaubt, dass wir uns auf die Sicherheitsvorkehrungen verlassen können.

Die Kurzbahn-EM mit einer Rekordbeteiligung von 500 Athleten aus 48 Ländern läuft vom 2.12.-6.12. in Netanya, 25 Kilometer nördlich von Tel Aviv.

Die Wettkämpfe finden im Wingate Institute statt, laut Lambertz eine Mischung aus Universität und Militärkomplex, so dass man da relativ sicher und geschützt ist. Im deutschen Mannschaftshotel seien allein in der Lobby sechs schwerbewaffnete Sicherheitskräfte, berichtete Frank Lamodke. Der Diagnostik-Bundestrainer ist bereits seit Sonntag vor Ort.

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