London (dpa) - Snooker-Profi Ronnie O'Sullivan sieht in seiner Kindheit und Jugend Parallelen zum Leben von Prinz William.

"Seit ich zehn oder elf Jahre alt war, hatte ich diesen Erwartungsdruck, dass ich eines Tages Weltmeister werde", sagte der 44-Jährige dem Sender BBC Radio 5 Live am Rande der Snooker-WM in Sheffield. "Das ist in vielerlei Hinsicht wie Prinz William, der darauf vorbereitet wird, eines Tages König zu werden."

Für den Herzog von Cambridge sei die Erwartungshaltung von außen mittlerweile normal geworden, so O'Sullivan. "Für mich passt diese Metapher gut zum Snooker", sagte der fünffache Weltmeister, der am Montag im Crucible-Theater mit einem 10:1-Sieg gegen den Thailänder Thepchaiya Un-Nooh das Achtelfinale erreicht hatte. "Ich habe als Junior schon gelernt, mit dem Druck umzugehen, dann als Amateur und als Profi. Das haut mich nicht um, das ist einfach da und das hält man aus."

O'Sullivan verriet auch, dass er lieber mit Prinz Harry als mit dessen Bruder William die Plätze tauschen würde. "Prinz Harry hat sich aus dem Staub gemacht. Er wollte die öffentliche Aufmerksamkeit nicht, und das hab ich auch mein ganzes Leben lang versucht, so gut es ging", sagte das beliebte Snooker-Genie - allerdings nicht immer mit Erfolg. "Was immer ich sage, wird eine Schlagzeile. Selbst wenn die anderen Spieler interviewt werden, wird nach mir gefragt."

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BBC-Sport-Bericht mit O'Sullivan-Aussagen