Berlin (dpa) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat erneut die Arbeitsbedingungen von Migranten auf den Baustellen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar angeprangert.

Die Menschenrechtsverletzungen seien eine Schande für die FIFA, erklärte Amnesty. Der Weltverband müsse sicherstellen, dass die WM in dem Golfstaat nicht auf Ausbeutung beruhen werde.

Das Land habe trotz anderslautender Versprechen fast nichts getan, um die Ausbeutung zu beenden. Wenn sich nicht bald etwas ändere, müsse sich jeder Fußballfan, der nach Katar fahre, fragen, ob er nicht von Blut, Schweiß und Tränen der Gastarbeiter profitiere.

Angesichts der wiederholten Kritik betonte die FIFA, sich der Situation in Katar bewusst zu sein. Der Weltverband werde sich weiter gegenüber Vertragspartnern und Behörden für die Einhaltung der Rechte der Gastarbeiter einsetzen.

Katar hatte zuletzt angekündigt, bis Ende 2015 international angemahnte Arbeitsreformen umzusetzen, um die Bedingungen für Wanderarbeiter zu verbessern. Im Mai hatte Amnesty einen Bericht veröffentlicht, nach dem Gastarbeiter aus zumeist südasiatischen Ländern in Katar weitgehend rechtlos sind.

Mitteilung von Amnesty